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Nominiert als Sportler des Jahres: Roman Bossauer von der KG Hameln/Tündern

Sein Idol ist Juri Wlassow

veröffentlicht am 14.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 16:21 Uhr

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Während andere Sportler in seinem Alter über das Karriereende nachdenken, verschwendet Hamelns stärkster Mann noch keine Gedanken ans Aufhören. Warum sollte er auch? Roman Bossauer ist zwar schon 40 Jahre alt, aber immer noch topfit. Der Superschwergewichtler der KG Hameln/ Tündern zählt in seiner Altersklasse seit Jahren noch zu den besten Gewichthebern in Deutschland. In diesem Jahr gewann Bossauer bereits seinen vierten nationalen Titel: „Das war der Wahnsinn. Damit habe ich nicht gerechnet“, jubelte Bossauer nach seinem Triumph in der neuen Altersklasse II. Mit 125 Kilogramm im Reißen und 159 Kilogramm im Stoßen ließ Bossauer auch Ex-Champion Michael Winkelbauer (Waldkirchen) hinter sich.

Aber auch auf internationaler Ebene war der aus Kasachstan stammende Bossauer schon erfolgreich. Sein größter sportlicher Erfolg war der Gewinn der Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft in Polen. Außerdem holte er Silber und Bronze bei Europameisterschaften. Eine beeindruckende Bilanz für einen Quereinsteiger, dessen Gewichtheber-Karriere eigentlich schon vorbei war, bevor sie überhaupt begonnen hatte.

Als Teenager wollte Bossauer in seiner Heimat Kasachstan seinem Idol Juri Wlassow – ehemaliger Olympiasieger, Welt- und Europameister – nacheifern. Doch als sich der damals 14-Jährige zum Training anmelden wollte, hieß es, „dass ich schon zu alt sei, um einzusteigen“. Ein schwerer Schlag für ihn, der ihn aber nicht davon abhielt, seine Leidenschaft nach der späteren Übersiedlung nach Deutschland weiter zu verfolgen. Trotz Pädagogikstudiums und anschließender Lehrerausbildung in Hannover fand er beim TC Hameln endlich den Ort, wo er seine Jugendträume verwirklichen konnte. „Der unvergessliche Rolf Mertens hat mich von Beginn an toll unterstützt und mir das notwendige Rüstzeug für den Hantelsport vermittelt“, blickt Bossauer dankbar zurück. Inzwischen ins Superschwergewicht hineingewachsen gab es bald die ersten Erfolge für das Kraftpaket. Zunächst noch beim TC, später dann beim HSC BW Schwalbe Tündern, wo er an der Seite von Sonja Helbing und Frank Abel das Zweitliga-Team verstärkte. „Zum Aufstieg in die 1. Bundesliga hat es allerdings für uns nie gereicht.“ Die größte Enttäuschung in seiner Gewichtheber-Karriere war für ihn der Rückzug der Mannschaft aus der 2. Bundesliga.

Derzeit ist Bossauer dabei, als Abteilungsleiter, Trainer und Mannschaftsführer wieder ein starkes Team für die Nordliga aufzubauen. „In der letzten Saison sind wir nur Letzter geworden. Doch in der neuen Saison wollen wir uns auf jeden Fall weiter nach oben orientieren.“

Ob es gelingt, ist für ihn nicht die Frage des Wollens, sondern des Könnens. Motiviert seien alle Gewichtheber, wobei er sich vor allem darüber freut, dass wieder junge Talente dazugestoßen sind, die an die Hand genommen und geführt werden wollen. „Darauf setze ich meine ganze Hoffnung“, so Bossauer. rhs/aro



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