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Glam-Rock, Laserschwerter und Schwerelosigkeit: Rund 1400 Gäste stoßen bei der 10. Sportgala das „Gateway to the Future“ auf

Nummer 10 lebt!

veröffentlicht am 10.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 20.01.2017 um 11:18 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite

Wie wunderbar sich die Rattenfänger-Halle verwandeln lässt, weiß jeder, der in den vergangenen zehn Jahren Hamelns „Ball der Bälle“ besucht hat: Einmal im Jahr nämlich legt die sonst so nüchterne Multifunktionshalle ihren Stadthallen-Charme ab und verwandelt sich für die Sportgala mal in eine exotische Dschungel-Landschaft, mal in einen pompösen 20er-Jahre-Ballsaal oder gleich zum Laufsteg für glamouröse Victoria-und-David-Beckham-Doubles. Dass sich die Rattenfänger-Halle auch in eine Zeitmaschine verwandeln kann, steht spätestens seit Samstagabend fest: Mit silberfarbenen Folien und Stoffen verhüllt, in kühles blaues Licht getaucht und mit Laserschwertern im Taschenformat als Tischdekoration präsentierte sich die Rattenfänger-Halle standesgemäß als „Gateway to the Future“, wie das Science-Fiction-Motto der 10. Sportgala lautete. Wie in jedem Jahr hatten Dewezet und Sparkasse Weserbergland eingeladen – und rund 1400 Gäste waren dem Ruf an die Weser gefolgt.

Während zeitgleich im rund 3000 Kilometer entfernten Sotschi unter demselben Motto Athleten aus 88 Nationen um olympische Medaillen kämpften, nahmen die heimischen Sportler unter dem Jubel zahlreicher Fanclubs Auszeichnungen in vier Kategorien entgegen. „Würden nicht die Leser der Dewezet die Sieger wählen, sondern ein Applausometer – wir hätten ernsthafte Schwierigkeiten“, kommentierte Moderator Peter-Michael Zernechel den Lautstärkepegel im Saal, als die Nominierten wie gewohnt in Oscar-Manier mit kleinen Einspielern vorgestellt wurden. Beifallsstürme ernteten dabei nicht nur die Erstplatzierten: U 23-Ruder-Weltmeisterin Nora Wessel bekam bereits zum vierten Mal in Folge den Preis als Sportlerin des Jahres überreicht, ihr Bruder Thore konnte sich über die Auszeichnung als Sportler des Jahres freuen, der B-Jugend-Achter des RV Weser Hameln feierte seinen ersten Platz bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres und Taekwondo-Kampfsportlerin Felina Schneider von Redfire Bad Münder gewann den Nachwuchspreis. Auch die Zweit- und Drittplatzierten ernteten ihre verdiente Aufmerksamkeit, allen voran der zehnjährige „Sieger der Herzen“ Jan Helmer vom Hamelner Schachverein mit seiner Schachbrettmuster-Krawatte und Leichtathletin Mara Zielonka, die vor lauter Nervosität bei der Ehrung durch Co-Moderator Hans-Jürgen Kroggel kaum ein Wort herausbekam und zauberhaft schüchtern am Saum ihres dunkelblauen Cocktailkleides zupfte. Und nicht zu vergessen: Stephan Kutschera, Handball-Trainer der TSG Emmerthal, der für sein besonderes Engagement mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet wurde.

Die Regeln der Schwerkraft hob der Sculp auf, der mit beeindruckender Körperbeherrschung fast zu schweben schien und schier unglaubliche Positionen einnahm. „Den Sixpack kannte ich bereits, der Twelvepack war aber auch mir bislang unbekannt“, kommentierte Moderator Zernechel den silberfarben bemalten Körper des Ausnahme-Akrobaten. Lunatic Dreams aus Frankfurt nahmen die Zuschauer mit auf den „Jahrmarkt der Zukunft“, indem sie traditionelle Feuerartistik durch Schwarzlicht-, LED- und Lasereffekte ersetzten.

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Friedrich-Wilhelm Kaup, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Weserbergland (re.), überreicht im Beisein der Moderatoren Peter-Michael Zernechel (li.) und Hans-Jürgen Kroggel (2. v. re.) den Ehrenpreis an Stephan Kutschera.

Nach Ende der Verleihung durften die überwiegend schwarzen und glitzernden Ballroben – unter denen in diesem Jahr erstaunlich viele Tattoos hervorblitzten – dann endlich geschwungen werden: Zur Musik der James Steiner Band um die stimmgewaltige Sängerin Britta Erchinger, die die Tanzfläche im Ballsaal mit Evergreens und aktuellen Chart-Hits binnen Minuten füllte. Oder zum Glam-Rock von Sweety Glitter & The Sweethearts, die im Spiegelsaal das eine oder andere thematisch passende Accessoire – Leucht-Ioden und Knicklichter-Brillen – zum Beben brachten. In den Bandpausen sorgten „Kanzler“-DJ Michael Gürth und DJ Andreas Kuhnt für Partystimmung, während Stefan Wirkus im Foyer Porträts – ganz zukunftsweisend – auf dem iPad zeichnete und direkt auf die Smartphones der Gäste schickte.



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