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Nach dem Gewinn des norddeutschen Meistertitels im Superschwergewicht kämpft der Benstorfer um DM-Medaille

Florian Unger – der Boxring ist sein zweites Zuhause

veröffentlicht am 13.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

Christian Göke

Seinen Titel im Superschwergewicht hat Florian Unger bei der Norddeutschen Meisterschaft im Oktober erfolgreich verteidigt, Ende November kämpft Benstorfs Boxer um die Deutsche Meisterschaft. Und auch da ist für ihn eine Medaille drin.

Dass Unger einmal ein richtig guter Boxer wird, war seinem Vater Helmut schon klar, als er seinen Sohn Florian, der als kleiner Junge im Boxclub Heros Hameln seine Streiche machte, erstmals in den Ring stellte. Schon bei seinem ersten inoffiziellen Boxkampf war Florian Unger gerade einmal acht Jahre alt. Sein Gegner, der nur nach Punkten gewann, war elf. So fing alles an.

Als Teenager folgte dann ein Bezirksmeistertitel nach dem anderen. Zwischendurch schnürte Florian Unger auch für die Junioren von Blau-Weiß Salzhemmendorf die Fußballschuhe. Doch das war nur ein kurzes Intermezzo. Als sein Vater 1998 zum TSV Benstorf/Oldendorf wechselte und dort die Boxsparte gründete, folgte ihm sein Sohn Florian. Aufgrund seiner zahlreichen Erfolge bei Bezirks-, Landes- und Norddeutschen Meisterschaften kam er in den Blickpunkt der erfolgreichen Boxvereine. So kämpfte der 25-jährige vergangenes Jahr für Hertha BSC in der Box-Bundesliga und nach dem Abstieg seit kurzem für den Boxring Hanau, der von Ex-Weltmeister René Weller gecoacht wird, in der zweiten Liga. Seinem Heimatklub ist der Benstorfer Boxer, der in Oldendorf beim Naturkosmetikhersteller Logocos arbeitet und mit seiner Frau in Coppenbrügge wohnt, immer treu geblieben.

Mit seinem Vater, der mit Roman Grundentaller und Denis Peter noch zwei sehr erfolgreiche Nachwuchsboxer in seinen Reihen hat, trainiert Florian Unger täglich, um für die Deutsche Meisterschaft topfit zu sein. Denn nach DM-Bronze im Jahr 2010 liebäugelt er wieder mit einer Medaille. Egal, ob Gold, Silber oder Bronze.

Ein Medaillengewinn wäre schon fast eine kleine Sensation, denn Unger, der nicht wie die meisten anderen erfolgreichen Amateurboxer Sportsoldat ist, wird oft als „Hobbyboxer“ abgestempelt. „Doch diese Sprüche verstummen dann meistens im Ring“, sagt Unger mit einem Augenzwinkern. Nach der Deutschen Meisterschaft will der Benstorfer Boxer, der Anfang des Jahres mit seiner Frau das erste gemeinsame Kind erwartet, erst mal eine Babypause einlegen, um sich um seine kleine Familie zu kümmern: „Aber das Boxen ist für mich wie eine Sucht, ich halte es nie lange ohne aus!“



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