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Im Hamelner Salsa-Club wird jede Woche zu feurigen Latino-Rhythmen getanzt

Diese „Soße“ ist ein Lebensgefühl

veröffentlicht am 06.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

Karin Rohr

Der Rhythmus reißt mit, macht gute Laune – und Lust auf Sommer, Sonne, Strand und tropische Nächte. „Ja, die Musik klingt nach Urlaub“, findet auch Tanzlehrer Andreas Bersch. Karibik-Feeling. Salsa sei dank. Sie schenkt dieses Lebensgefühl. Hört man Salsa, so denkt man meist spontan an Kuba, an Musik und Tanz zu heißen Latino-Rhythmen. Er boomt, dieser Tanz, ist längst Kult. Auch in Hameln. Im Salsa-Club der Tanzschule „Für Sie“ treffen sich 24 Paare einmal pro Woche, trainieren das Gelernte, üben aber auch neue Figuren ein. „Vor drei Jahren habe ich mit nur sechs Paaren angefangen“, erinnert sich Bersch. Dann aber wurden es immer mehr Fans. Bevor man allerdings fit für den Club ist, muss man alle vier Schwierigkeitsstufen des Tanzes bewältigt haben: „Sonst macht das hier keinen Sinn“, weiß der Salsa-Lehrer. Von 17 bis über 60 Jahre alt sind die Frauen und Männer, die hier mit Feuereifer dabei sind. „Man muss nicht sportlich sein, um Salsa zu tanzen“, beruhigt Bersch alle, die sich für den Tanz interessieren: „Aber man muss Freude an der Bewegung haben.“

Dass Salsa spanisch ist und so viel wie Soße bedeutet, wissen die meisten. Wie die Musik ist auch der Tanz eine bunte Mischung, die Einflüsse aus unterschiedlichen Kulturen aufgreift. Kuba, Puerto Rico: Beide Länder nehmen die Salsa für sich in Anspruch. Dabei ist der Tanz wie auch die Musik ursprünglich eine Verbindung afrokaribischer und europäischer Tanzstile, die französische und spanische Kolonialherren in die Karibik eingeführt haben sollen. Als „zusammengewürfelte Mischung aus verschiedenen Rhythmen und Tänzen“ charakterisiert denn auch Andreas Bersch die Salsa. Eine Mixtur aus unzähligen Tanzfiguren, die regional in sehr unterschiedlichen Stilen getanzt werden. Während beim städtisch-eleganten „Urbano“ der Mann oft nur stehen bleibt und die Frau um sich herumführt, wird der ländliche „Montuno“ mit viel Arm- und Oberkörperbewegung getanzt. Eine erotische Note bekommt die Salsa bei der „Liebeswerbung“. Sinnlichkeit bedeutet hier aber nicht zwingend engen Körperkontakt: In vielen karibischen Tänzen umkreisen sich die Partner, ohne sich zu berühren. „Auf die Chemie kommt es an“, weiß Bersch: „Wenn die passt, kann es kochen. Dann kann Salsa sehr erotisch sein.“

Leicht, locker, fließend und harmonisch müssen die Bewegungen sein, erklärt Bersch: „Wenn man schön und gut tanzt, ist das ein bisschen wie Marionettenspiel.“ Versteht sich ein Paar sehr gut, bleibt auch noch genügend Spielraum für fantasievolle Improvisationen. Rhythmusgefühl – ja, das gehört auf jeden Fall dazu: „Aber das kann man jedem beibringen“, ist sich Bersch sicher: „Man muss sich nur auf die Musik einlassen, dann bekommt man auch das richtige Gespür für den Rhythmus.“ Seit 13 Jahren unterrichtet er. Salsa und Tango. Auf Kongressen bildet er sich ständig weiter und vermittelt dieses Wissen dann seinen Schülern: „Es gibt immer wieder neue Figuren.“

4 Bilder

Schade, dass Salsa nicht zu den klassischen Gesellschaftstänzen gehört, bedauert Bersch: „Dort wird meistens Samba gespielt.“ Ihre Freude an dem Tanz leben die Fans stattdessen in Salsa-Schulen, in Clubs, bei speziellen Events und auf Salsa-Partys aus. „In Lateinamerika wird die Salsa getanzt, wann immer es etwas zu feiern gibt“, erzählt der Tanzlehrer, „bei Festen, auf der Straße, einfach überall.“ Das lateinamerikanische Lebensgefühl haben die Mitglieder des Hamelner Salsa-Clubs jedenfalls schon tief verinnerlicht: Sie treffen sich nicht nur regelmäßig bei „Für Sie“ zum Tanzen, sondern auch an jedem ersten Samstag im Monat abends zur Salsa-Party bei LifeSports.

Leicht, locker, fließend und harmonisch müssen die Bewegungen bei der Salsa sein: „Wenn man schön und gut tanzt, ist das ein bisschen wie Marionettenspiel“, sagt Tanzlehrer Andreas Bersch, der bei der Tanzschule „Für Sie“ den Hamelner Salsa-Club betreut. Auf den Fotos zeigt er Salsa-Figuren gemeinsam mit Silke Kipka und einem Clubmitglied.

Fotos: nls

Salsa macht gute Laune. Schon die Musik klingt nach Urlaub. Karibik-Feeling beim Salsa-Club in Hameln.



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