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Emmerthaler Stephan Kutschera mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet

Die TSG ist seine große Liebe

veröffentlicht am 10.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 15:41 Uhr

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Autor:

Hans-Jürgen Kroggel

Viele wichtige Dinge des Lebens lassen sich mit Geld nicht kaufen: Gesundheit, Freundschaft, Familie und: das Ehrenamt! Für den Emmerthaler Stephan Kutschera, der im Rahmen der 10. Sportgala mit dem von der Sparkasse Weserbergland und der Dewezet ausgelobten Ehrenpreis ausgezeichnet wurde, ist es „eine Selbstverständlichkeit, dass ich mich für meinen Verein ehrenamtlich engagiere“.

„Junge, beweg dich mal ein bisschen und mach Sport. Das kann dir nicht schaden!“ Mit diesen klugen Worten schickte 1976 der Vater des Ehrenpreisträgers seinen damals gerade neun Jahre alten Sprössling in die Sporthalle. Beide ahnten natürlich nicht, welche Folgen das haben sollte. Der Kleine wurde zwar kein großer, umjubelter Leistungssportler, der Verein TSG Emmerthal aber war fortan sein zweites Zuhause. Heute gehört Kutschera quasi schon zum Inventar des mit knapp 1700 Mitgliedern drittgrößten Vereins im Kreisgebiet. Und das mit gerade einmal 46 Jahren.

Natürlich war der gebürtige Hamelner auch sportlich aktiv. Und zwar im Handball. Als Linkshänder wirbelte er im rechten Rückraum in allen Jugendklassen, und später spielte er sogar zwei Jahre lang in der 1. Herrenmannschaft. Sehr erfolgreich war der Emmerthaler zudem viele Jahre als Oberliga-Trainer der TSG-A-Jugend sowie fünf Jahre lang als Coach der Frauenmannschaft, mit der er immerhin bis in die Bezirksoberliga aufstieg.

Schon mit 17 begann dann, wenn man so will, seine „Karriere“ als ehrenamtlich tätiger Funktionär. Von 1984 bis 2002 war der gelernte Postbeamte Jugendleiter, seit 2002 ist er Chef der großen Emmerthaler Handballsparte, und vor zwei Jahren wählten ihn die Vereinsmitglieder dann sogar zum 1. Vorsitzenden. Übrigens trainiert er so ganz nebenbei auch noch die männliche D-Jugend und organisiert seit 28 Jahren Turnierteilnahmen bei Europas größtem Kleinfeldturnier in Ibbenbüren sowie Jugendfreizeiten auf Fehmarn und Schloss Dankern und diverse Spielfeste mit den Kindern Emmerthaler Grundschulen. Auch bei der Ferienpassaktion ist er ein gefragter Mann. Als Zeichen des Dankes für sein Engagement wurde Kutschera mehrfach von den Handballverbänden auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene ausgezeichnet. Kürzlich erhielt er sogar aus den Händen von Bürgermeister Andreas Grossmann wegen seines „außerordentlichen Engagements im Jugendbereich“ den Ehrenteller der Gemeinde Emmerthal.

Mit 46 Jahren ist „Knutschi“, wie ihn seine Freunde liebevoll nennen, einer der jüngsten Vereinschefs im Kreisgebiet. Wie und wann er zu diesem Spitznamen kam, weiß er selbst nicht mehr so genau: „Irgendwann hat mich mal jemand so gerufen. Und seitdem bin ich für alle der Knutschi.“ Er selbst steht im Übrigen gar nicht so gerne im Rampenlicht der Öffentlichkeit, er arbeitet lieber umso engagierter hinter den Kulissen. Sieben Tage die Woche, und wenn es sein muss auch nachts. Kutschera weiß zudem als Mannschaftssportler: „Nur als Team ist man stark – das gilt auch für die Sparte Handball und für den Gesamtvorstand.“ Dass neben seinem ehrenamtlichen Engagement für weitere Hobbys kein Platz bleibt, versteht sich fast von selbst. „Wenn ich mal Zeit habe, gehe ich gut essen. Das sieht man mir ja auch an“, schmunzelt das 1,89 Meter große „Schwergewicht“.

Keine Frage: Die große Liebe des eingefleischten Junggesellen Stephan Kutschera ist die TSG Emmerthal – und er selbst ist ein Ehrenamtler wie aus dem Bilderbuch.



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