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Nominiert als Sportlerin des Jahres: Manuela Schostag vom MTV Rohrsen

Die Frau mit dem linken Hammer

veröffentlicht am 24.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 15:41 Uhr

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Wenn sie sich im rechten Rückraum blitzschnell in die Luft schraubt und mit ihrem „linken Hammer“ zum knallharten Wurf ausholt, dann tritt den Torhüterinnen des Gegners in schöner Regelmäßigkeit und böser Vorahnung der Angstschweiß auf die Stirn. Denn sie wissen: die Handball-“Geschosse“ von Manuela Schostag verfehlen nur selten das drei Meter breite und zwei Meter hohe Gehäuse.

Die Linkshänderin ist beim Drittligisten MTV Rohrsen seit vielen Jahren die gefürchtete Torschützin vom Dienst. Ohne die 150 (!) Treffer seiner Spielerin mit der Trikotnummer 18 hätte der MTV in der vergangenen Saison kaum den bis zum letzten Spieltag am seidenen Faden hängenden Klassenerhalt geschafft. Ein Jahr zuvor hatten Schostag und Co. in der Oberliga in überragender Manier den Titel errungen und mit sagenhaften 52:0 Punkten einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt.

Die 1983 im brandenburgischen Bad Saarow-Pieskow geborene und nach der Wende in Uslar am Solling aufgewachsene Sportlerin geht bereits seit 2003 (mit einjähriger Unterbrechung und einem Gastspiel 2004 beim Zweitligisten VT Bückeburg) für Rohrsen auf Torjagd – und produziert seitdem Schlagzeilen am laufenden Band. Dabei steht die knapp 1,70 Meter große Sport-/Fitnesskauffrau, die mit Co-Trainer Christian Bierstedt liiert ist, gar nicht so gerne im Mittelpunkt.

„Nur als Mannschaft sind wir stark“, sagte sie schon 2009, als die Leser der Dewezet sie mit einem überragenden Votum zu Hamelns „Sportlerin des Jahres“ wählten. Damals verwies „Manu“, wie sie von ihren Mitspielerinnen liebevoll genannt wird, sogar die Weltklasse-Leichtathletin und Olympiateilnehmerin Cathleen Tschirch auf Platz zwei. Ein Jahr später wurde dann Manuelas zwei Jahre ältere Schwester Michaela Schostag zur Nummer 1 bei den Sportlerinnen gewählt. Sie gehört als Torhüterin ebenfalls zu den Leistungsträgerinnen im Team von Trainer Mike Bezdicek, das in dieser Saison nicht zuletzt wegen der vielen verletzungsbedingten Ausfälle erneut im Abstiegskampf steckt. „Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen“, sagt Manuela Schostag, die mit 30 im Zenit ihres Könnens steht und deshalb keine Gedanken an das Karriereende verschwendet: „Ich spiele so lange, wie die Knochen halten…“ hjk



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