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Nominiert als Sportler des Jahres: Leichtathlet Lennart Granzow von der LG Weserbergland

Aus dem tiefen Tal ins Happy End

veröffentlicht am 19.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 16:21 Uhr

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Ein guter Start, ein tiefes Tal und die phönixgleiche Auferstehung – das war die Saison des 14-jährigen Lennart Granzow von der LG Weserbergland. Bei der Landesmeisterschaft in der Halle lief noch alles nach Plan: Titel im 60-Meter-Hürdensprint sowie im Hochsprung, Vizemeister mit der Kugel, Rang drei im Weitsprung war in Hannover die Ausbeute des vielseitigen Athleten. Doch als der Startschuss zur Freiluftsaison fallen sollte, kam der erste, allerdings noch kleine Rückschlag. Vor dem Heimauftritt bei der Landesmeisterschaft im Blockwettkampf im Weserbergland-Stadion trat Granzow in die Scherben eines Spiegels. Und diese Scherben brachten kein Glück. Statt ins Stadion ging es ins Krankenhaus. Nach der Behandlung schaffte er es in letzter Minute noch zurück ins Stadion. Auch wenn die Leistungen nicht ganz den Vorstellungen von Athlet und Trainer Uwe Beerberg entsprachen, holte Granzow mit 2692 Punkten den Titel.

Dass er damit die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft schon in der Tasche hatte, sollte sich noch als Glück erweisen. Denn nach dem Auftritt in Hameln begann die düstere Zeit. Rückenprobleme und Ausstrahlen in den Oberschenkel – Start um Start musste Granzow absagen. Besserung und vor allem eine medizinische Erklärung waren nicht in Sicht. Die Karriere, aber zumindest die Saison, schien am Ende. „Erst spät mussten wir erkennen, dass es einfach nur Wachstumsprobleme waren“, war Beerberg erleichtert.

Und als die Saison schon so gut wie beendet war, wollte der 14-Jährige sein Ticket zur DM unbedingt einlösen. Auch auf die Gefahr, dass bei jeder der fünf Disziplinen das Aus kommen könnte und die rund 600 Kilometer ins bayerische Markt Schwaben umsonst gewesen wären, brachen Athlet, Trainer und Familie in die Gemeinde östlich von München auf. Mit Bangen ging es in den Hürden-Sprint und den Hochsprung. Probleme gab es, aber Granzow kam durch. Nach Kugelstoß und 100-Meter-Sprint fehlte nur noch der Speerwurf. Und allein der war die lange Fahrt wert. Auf 40,51 Meter schleuderte Granzow das Wurfgerät und machte nicht nur einen riesigen Freudensprung, sondern einen ebenso großen Sprung in der Rangfolge. Fast zehn Meter mehr als seine Konkurrenten brachten noch den Sprung auf Rang acht. Damit stand Granzow auf dem Treppchen der zu Ehrenden und setzte unter die schwarze Saison ein lange nicht mehr für möglich gehaltenes positives Ende. mha



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