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Festliche Kleidung: Was anzieht und was peinlich ist

Über kurz oder lang zum stilsicheren Auftritt

veröffentlicht am 06.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

Karin Rohr

Aschenputtel. Keine Frau will, dass es ihr so ergeht wie diesem armen Mädchen aus dem sattsam bekannten Märchen, das keine geeigneten Kleider hatte, um mit ihren Stiefschwestern auf einen Ball zu gehen. In der schnöden Realität kann frau da im Gegensatz zu Aschenputtel kaum auf ein Wunder hoffen. Stattdessen aber in diverse Fettnäpfchen treten. Besser ist es, sie macht sich rechtzeitig Gedanken, welches das richtige Outfit für den Ball ist.

„Die Robe oder das große Abendkleid sind auf jeden Fall richtig“, sagt Ute Hapke, Chefin des auf Abend- und Brautmoden spezialisierten Hamelner Fachgeschäftes „Studio Fee“: „Die Etikette schreibt eigentlich vor, dass man ein langes Kleid zu einem Ball trägt.“ Viele jüngere Frauen würden es mit diesem Dresscode allerdings nicht mehr ganz so genau nehmen, wollen sich keinem Mode-Diktat unterwerfen und greifen daher auch gern zu einem Cocktailkleid. „Das ist auch nicht fehl am Platz, wenn Optik, Material und Verarbeitung entsprechend üppig ausfallen und die Frau darin beim Tanzen eine gute Figur macht“, meint Ute Hapke und hat dabei schwingende Tüllröcke vor Augen. Denn: „Tüll ist gerade wieder mega-trendy.“ Auch bei der großen Robe. Allerdings: Ein Ballkleid darf auf gar keinen Fall eine Verkleidung sein, sondern sollte Vorzüge hervorstreichen und durch guten Geschmack auffallen. „Das Kleid muss typ- und figurgerecht sein,“ empfiehlt Ute Hapke. In einem tollen Kleid und den passenden Accessoires kann jede Frau umwerfend aussehen. „Und das hat nichts mit modischen Vorgaben zu tun“, sagt die Modeexpertin. Und schon gar nicht mit der Vorgabe einer angesagten Farbe: „Wenn Rosa Mode ist und mir Rosa nicht steht, sehe ich darin auch nicht gut aus“, erklärt Ute Hapke. Es mache auch gar keinen Sinn, wenn alle Frauen plötzlich in der gleichen Farbe und im gleichen Stil antreten würden: „Jede Frau sollte versuchen, für ihren Typ den Wow-Effekt zu erzielen.“ Ein Fest lebe schließlich von der Vielschichtigkeit und Vielfarbigkeit der Roben.

Da spricht auch nichts dagegen, sich einen Kindheitswunsch zu erfüllen und sich wie eine Prinzessin aufzudressen. Aber frau sollte bei der Wahl ihres Kleides in jedem Fall auf hochwertige Stoffe achten und billigen Schmuck vermeiden. Schließlich ist ein Ball immer ein großer Anlass. Haut zeigen ist wunderschön, aber auch nur, wenn diese wirklich herzeigbar ist. Sonst kann man mit Schals und Stolen perfekt über Problemzonen hinwegschummeln.

2 Bilder

Ganz ohne Trends kommt die Abendmode dann aber doch nicht aus: „Der High Fashion-Bereich ist an die 50er Jahre angelehnt“, weiß Ute Hapke. Das heißt: „Enge Corsage, Taille und üppige weite Röcke oder der schmale Vamp-Stil.“

Dass der Animalprint mit seinen Tiger-, Schlangen- und Leoparden-Mustern in diesem Jahr hervorragend zum Sport-Gala-Motto „Dschungel“ passt, ist reiner Zufall. „Am Animalprint führt auch in der aktuellen Tagesmode kein Weg vorbei“, sagt Ute Hapke. Das mache sich bei der Abendmode vor allem im Einzelteil- und Kombi-Bereich bemerkbar.

Beim Thema Schuhe und Strumpfhosen sollten Frauen Folgendes beachten: Zum Ballkleid werden eigentlich elegante Abendschuhe oder Slingpumps getragen. Erlaubt sind auch zarte Pumps in der gleichen Farbe wie das Kleid. Im besten Fall werden keine Strümpfe getragen. Wenn doch, dann ausschließlich hautfarben und hauchzart, also quasi unsichtbar.

Zum langen Kleid gehört entweder eine kurze Jacke oder ein bodenlanger Mantel. Ein großes, schönes Wolltuch oder eine Pelzstola können den Mantel ersetzen. Abendjacken, Stolen oder Capes werden nicht an der Garderobe abgegeben.

Cocktailkleider sind die kleine Lösung für einen Ball. Optik, Material und Verarbeitung sollten dann aber entsprechend üppig ausfallen. Linda und Chantal machen hier in Pink und Schwarz eine gute Figur.

Fotos: Dana

Animal-Prints findet man jetzt auch bei großen Roben. Sie sollten dann aber wie hier bei Lindas Kleid sparsam dosiert sein.



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