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Ein Mann für alle Fälle

Uwe Beerberg von der LG Weserbergland erhält den Ehrenpreis der Sportgala

Er ist nicht nur ein erfahrener Trainer bei der Leichtathletik-Gemeinschaft Weserbergland (LGW), er ist auch das Gesicht und der gute Geist dieser sportlichen Vereinigung, die 2018 ihr 20-jähriges Bestehen feiert. Uwe Beerberg (56) gehört quasi zum Inventar der LGW und ist, wenn man so will, ein Mann für alle Fälle. Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement wurde der gebürtige Hamelner bei der Sportgala mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

veröffentlicht am 11.02.2018 um 17:46 Uhr
aktualisiert am 12.02.2018 um 13:18 Uhr

Ehrenpreisträger Uwe Beerberg nimmt seinen Preis nach der Laudatio von Alois Drube, Vorstandschef der Sparkasse Hameln-Weserbergland (re.), entgegen und beantwortet die Fragen von Moderatorin Nina Reckemeyer. Foto: Dana

Autor:

Hans-Jürgen Kroggel

Der B-Lizenzinhaber leitet zusammen mit Chefcoach Werner Scharf nicht nur den Übungsbetrieb der Leichtathleten. Der in Fischbeck wohnende Trainer hat auch stets ein offenes Ohr für alle sportlichen und privaten Fragen seiner jungen Schützlinge. Zudem organisiert er den Übungsbetrieb, macht Wettkampf-Termine und managt eigene Veranstaltungen – wie 2015 das spektakuläre Stabhochsprung-Meeting „Hameln hebt ab“. Dass Beerberg seine Jungs und Mädchen zu allen Meisterschaften begleitet und dafür viele Wochenenden Freizeit im Jahr opfert, versteht sich von selbst. „Klar, mein Terminkalender ist randvoll. Aber ich mache es gerne und freue mich, wenn die harte Trainingsarbeit mit Medaillen und guten Platzierungen belohnt wird“, sagt Beerberg, der auch im „normalen Leben“ keine ruhige Kugel schiebt. Er arbeitet seit 38 Jahren als Sozialversicherungs-Fachangestellter bei der AOK. Und wo findet Beerberg Entspannung? „Im Winterurlaub. Dann geht es mit meiner Frau Manuela in die Berge zum Skifahren. Da kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz“, verrät der Fischbecker.

„Das Konzept, die sportlichen Aktivitäten unter dem Dach der LG Weserbergland zu bündeln, hat sich bewährt“, betont der Ehrenpreisträger. Da die LG kein eingetragener Verein ist, wurde 2006 ein Förderverein gegründet, dessen Vorsitzender Beerberg ist. Somit kann die LGW Spenden entgegennehmen. „Ich würde mich freuen, wenn wir in Zukunft wieder etwas mehr Unterstützung bekommen. Schließlich sind bei uns rund 200 Aktive im Einsatz. Da sind wir auf finanzielle und materielle Hilfe angewiesen.“ Dass die LG Weserbergland bundesweit einen guten Namen hat, verdankt sie nicht zuletzt den „Golden Girls“. Die von Werner Scharf gecoachte Frauen-Sprintstaffel um Olympiateilnehmerin Cathleen Tschirch gewann 2006, 2007 und 2008 gleich drei deutsche Meistertitel.

Aber auch Beerberg hatte mit Deborah Brodersen einen Trumpf im Ärmel. Die Rintelnerin kam mit 11 Jahren in seine Trainingsgruppe. Sie entpuppte sich als Riesentalent, wurde unter anderem deutsche Meisterin im Siebenkampf der Schülerinnen. Mit Beerberg steht sie nach wie vor in Kontakt. „Uwe war mit viel Herzblut bei der Sache. Aber auch der Spaß kam nie zu kurz“, erinnert sich die 24-Jährige und betont: „Die LG kann sich glücklich schätzen, dass sie einen so guten Trainer hat.“

Beerberg war als Sportler nie ein Schlagzeilen-Produzent. Er gründete zwar 1979 die Leichtathletik-Sparte des TSC Fischbeck und war später auch Abteilungsleiter, doch Vorrang hatte in seiner Sturm- und Drangzeit der Fußball. So war „uns Uwe“ für den TSC auf Bezirksebene im Einsatz, davor trug er das Trikot von Preußen Hameln 07. Als Verteidiger. „Ich war ein Terrier, ein Typ wie Berti Vogts. Klein und zäh. Aber leider nicht so erfolgreich“, so der 56-Jährige, der ein großer Fan von Borussia Mönchengladbach ist.



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