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Nominiert als Sportler des Jahres: Udo Webel vom VfL Hameln

„Ich habe mir alles selber beigebracht“

veröffentlicht am 27.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 15:41 Uhr

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Udo Webel vom VfL Hameln, der vor 52 Jahren als Contergankind geboren wurde, hat sich trotz seiner Behinderung längst in der Region einen Namen gemacht. Der starke dritte Platz im Einzel bei der Deutschen Meisterschaft der Behinderten sowie die beiden Goldmedaillen bei der Senioren-DM der Behinderten ließen das Jahr 2013 zu einem vollen Erfolg werden. „Außerdem belegte ich mit dem TSV Salzgitter-Thiede den zweiten Platz bei Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Behinderten“, erinnert sich Webel gern, der im eigenen Keller zusammen mit seinen drei Geschwistern die Begeisterung für den Tischtennissport entdeckte. „Bei mir ist der linke Arm mehr verkürzt als der rechte, aber ich lernte ja von klein auf damit umzugehen. Ich spiele auch ganz normal bei den Herren, derzeit in der Bezirksliga. Bislang haben mich meine Konkurrenten immer als vollwertigen Gegner akzeptiert. Meine Stärken liegen auf der Rückhandseite“, sagt Webel, dessen erster Verein mit 17 Jahren der TV Barntrup in Nordrhein-Westfalen war. „Ich bin dann relativ schnell zum TuS Bega im Kreis Lippe gewechselt“, berichtet Webel, der schon bis zur Bezirksoberliga aktiv war. „Ich bin Autodidakt und habe mir alles selber beigebracht. Trainerstunden habe ich nie gehabt.“ Die Berufswahl stellte sich dann als nicht ganz einfach dar, denn bei handwerklichen Dingen ergaben sich Probleme. „Ich kam immer gut mit Kindern klar, und deshalb studierte ich auf Lehramt für Deutsch, Geschichte, Erdkunde und Politik. Meine Referendarsstelle brachte mich nach Niedersachsen und zum Post SV Hameln. Für den Verein spielte ich zehn Jahre. Derzeit unterrichte ich an der Hauptschule der KGS in Salzhemmendorf“, erzählt der Vater von zwei Söhnen, der in seiner Freizeit gern malt und Bücher ließt.kr

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