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Nominiert als Mannschaft des Jahres: Die Handball-Bundesliga-Junioren des VfL Hameln

Diese jungen Wilden schreiben Geschichte

veröffentlicht am 10.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 16:21 Uhr

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Genau 30 Jahre nach dem Triumph der weiblichen A-Jugend, die sich 1983 sensationell den Titel eines Deutschen Meisters gesichert hatte, sorgte in diesem Jahr erneut ein Team des VfL Hameln für einen aufsehenerregenden Paukenschlag. Die A-Junioren des Traditionsvereins qualifizierten sich als erste Jugendmannschaft in der Hamelner Handball-Historie für die Bundesliga. „Das ist richtig, richtig geil. Ich bin total happy“, jubelte Trainer Michael Thierauf, nachdem sich seine Youngster beim Qualifikationsturnier in Baunatal als Achte das letzte Ticket für die höchste deutsche Spielklasse gesichert hatten. Das Team um Kapitän und Torhüter Yannick Rüter musste in 15 Tagen 14 Spiele absolvieren. Der Kraftakt hat sich aber gelohnt, denn jetzt schnuppern die 16 bis 18 Jahre alten Handballtalente Bundesligaluft. „Wir zahlen zwar, wie erwartet, sehr viel Lehrgeld, doch für die Jungs sind die Punktspiele in der höchsten Liga etwas Einzigartiges. Die Erfahrungen, die sie hier sammeln, kann ihnen keiner mehr nehmen. Obwohl wir nicht gerade die optimalsten Trainingsbedingungen haben, macht die Arbeit mit den Spielern viel Spaß“, betont der 54 Jahre alte A-Lizenzinhaber und ehemalige Profi Michael Thierauf, der u.a. zwölf Jahre lang Jugend-Coach beim TBV Lemgo war. Den Job in Hameln hatte der in Detmold wohnende und bei den Stadtwerken Lemgo als Fachbereichsleiter arbeitende Coach erst im April 2013 angetreten.

Mit diesem Kader bestreitet der VfL die erste Bundesligasaison: Georg Brendler, Aaron Rojczyk, Christopher Brünger, Sebastian Maczka, Tim Otto, Janis Dohme, Sören Meyer, Noah Pais Cardoso, Jan Ringe, Timo Dettmering, Maik Taylor, Joshua Emmel, Arnold Neitz, Daniel Maczka, Tim Jürgens, Yannick Rüter, Jannis Larisch, André Brodhage und Adnan Jasarevic.

Wie ein Blick auf die Handball-Homepage des VfL Hameln verrät, sponsern fast drei Dutzend (!) Unternehmen das Abenteuer Junioren-Bundesliga. „Ohne diese Unterstützung wären wir gar nicht in der Lage, die Saison zu meistern“, freuen sich die Verantwortlichen der Handballabteilung.

Fantastisch ist auch die Zuschauerresonanz bei den Heimspielen in der Sporthalle Afferde, wo fast immer an die 300 Fans für volle Ränge und ein gewaltiges Spektakel sorgen. „Es ist einfach ein tolles Erlebnis, vor einer so großen und stimmgewaltigen Kulisse zu spielen“, sagt Tim Otto. Der 16-Jährige, der auf der „Königsposition“ im linken Rückraum spielt und auch noch ab und zu bei den B-Junioren aushelfen muss, ist nicht nur der VfL-Torjäger vom Dienst, sondern auch eines der größten Hamelner Handballtalente. hjk



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