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Nominiert als Mannschaft des Jahres: Die Fußballer der SpVgg. Bad Pyrmont

Der Meister, der aus dem Schatten kommt

veröffentlicht am 18.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 16:21 Uhr

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Bye, bye Versenkung! Nach 32-jährigem Schatten-Dasein in den ungeliebten Niederungen des Kreis- und Bezirksfußballs meldete sich die Spielvereinigung Bad Pyrmont mit dem Aufstieg in die Landesliga endlich wieder auf der gehobeneren Fußball-Bühne zurück. In der Stunde des großen Triumphes konnte es der Bezirksliga-Meister auch locker verkraften, dass gleich beide Lokal-Derbys gegen Germania Hagen mit 0:1 verloren gingen und damit nur Platz zwei in der inoffiziellen Stadtwertung blieb. Unter dem Strich aber nur zwei kleine Schönheitsfehler in einer bemerkenswerten Saison. Die Elf von Spielertrainer Philipp Gasde verließ den Platz ohnehin nur fünfmal als Verlierer, bejubelte dafür aber 20 Siege. Drei Unentschieden vervollständigen die Meisterstatistik.

Sah sich der Traditionsklub, der seine Glanzzeiten einst in der 3. Liga hatte, bei Saisonbeginn noch vorsichtig im Neuaufbau, trug die akribische Arbeit des neuen jungen Trainers aber schon bald ihre Früchte. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Fast zwangsläufig reiften so auch die ersten zaghaften Titelträume rund um das Stadion an der Südstraße, als die Bad Pyrmonter am 10. Spieltag mit dem 4:0-Sieg gegen den VfR Evesen ihr überraschendes Debüt an die Tabellenspitze feierten. Zu Recht, denn den Platz an der Sonne gab das Team um Liga-Torschützenkönig Christopher Loges (30 Saisontreffer) fortan nicht mehr aus der Hand. Getreu dem Motto „einmal Erster, immer Erster“, zog der Spitzenreiter nun taktisch und spielerisch sein Pensum durch und überstand auch ein paar schwächere Momente unbeschadet. Obwohl die Konkurrenz aus Eldagsen und Hameln dahinter noch einmal mächtig Dampf machte, geriet der Pyrmonter Thron aber nicht mehr ins Wanken. Und so konnte Erfolgstrainer Gasde mit seiner Mannschaft bereits einen Spieltag vor dem Saisonende mit dem 3:0-Sieg in Springe (26. Mai) die umjubelte Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die 6. Liga genießen. In der neuen Umgebung spielt Pyrmont allerdings noch nicht die erhoffte Rolle und fand sich zwischenzeitlich sogar am Tabellenende wieder. Doch mit einem kleinen Zwischenspurt vor der Winterpause wurden noch wichtige Punkte geholt und die ungeliebte rote Laterne schnell wieder weitergereicht. ro

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