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Dieter Schröder und Jürgen Beinhold sind seit Ende der 70er Jahre als Schiedsrichter im Einsatz

Zwei Urgesteine mit Pfiff

Hameln-Pyrmont. Sie haben Ende der 1970er Jahre beide bei Reinhold Schüttler im Sportheim in Klein Berkel ihre Lizenz erworben, sind bis zum heutigen Tag mit Leib und Seele Fußball-Schiedsrichter. Die Rede ist von Dieter Schröder (60) und Jürgen Beinhold (53), zwei Urgesteine der heimischen Schiedsrichter-Zunft.

veröffentlicht am 23.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:56 Uhr

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Beide zeichnet viele Gemeinsamkeiten aus. Sie sind stets bemüht, mit Diplomatie und Zurückhaltung, ohne jede Hektik sowie dem richtigen Augenmaß ihre Spiele zu leiten – und brauchen deshalb auch meist nur selten zum gelben oder roten Karton zu greifen. Außerdem eint sie die Liebe zum Hamburger SV, dessen Spiele sie nicht nur gespannt am Fernseher verfolgen, sondern auch oft live auf der Tribüne des Volksparkstadions miterleben.

Der gelernte Kfz-Mechaniker Dieter Schröder hat seine sportliche Karriere als Vorstopper beim Kreisligisten TSV Klein Berkel begonnen. Nach einer Magenoperation musste er die Fußballstiefel an den Nagel hängen, ist danach nur noch als Unparteiischer oder Linienrichter, heute Assistent genannt, aufgetreten. Schneller Aufstieg vom Kreis über den Bezirk bis hin zum Land, wo er sich Meriten in der Landesliga (heute Oberliga) verdiente. Kein Wunder, dass FIFA-Schiedsrichter Wolf-Günter Wiesel (Ottbergen) auf ihn aufmerksam wurde und ihn neben Thomas Rüdiger, den heutigen Bezirkslehrwart, in sein Gespann holte, wenn wichtige Spiele auf Nordebene zu leiten waren. Im Bezirk pfiff Schröder danach noch fünf Jahre, erlebte hier auch den einzigen Spielabbruch in seiner langen Karriere. Denn als es bei einem Spiel in Gestorf „drunter und drüber“ ging, schickte er beide Teams vorzeitig zum Duschen. Doch auch für ihn war mit 45 Jahren Schluss im Bezirk, er kehrte an die heimische Front zurück. Hier hatte er sich bereits vorher als Ansetzer ins Gespräch gebracht und war auch prompt von seinen Kameraden dazu auserkoren worden. Seit über 25 Jahren entscheidet er, wer Herren- und A-Juniorenspiele leiten darf. Unterstützt wird er hier von seiner Frau Susanne, die ein halbes Jahr vor ihm die Schiri-Prüfung abgelegt und die er 1981 bei einem Schiedsrichtervergnügen in Hilligsfeld kennengelernt hatte. Sie kümmert sich aber in erster Linie um die Ausbildung von neuen Schiedsrichtern.

Ähnlich und zeitlich fast parallel dazu verlief die Schiedsrichter-Karriere des Aerzeners Jürgen Beinhold. Er spielte von der D- bis zur A-Jugend beim MTSV, wechselte dann zur pfeifenden Zunft, „weil man nicht zugleich auf zwei Hochzeiten tanzen kann“. Er stieg ebenfalls schnell in den Bezirk auf. Als der heutige Kreisvorsitzende Andreas Wittrock bei Amateuroberligaspielen einen pfiffigen Linienrichter benötigte, fiel seine Wahl sofort auf Beinhold. „Es war eine schöne Zeit, die ich an der Seite von Andreas verbringen durfte“, so der gelernte Maschinenschlosser. Gern erinnert er sich an Freundschaftsspiele wie TuS Hessisch Oldendorf gegen Borussia Mönchengladbach und Preußen Hameln 07 gegen Hannover 96, wo er vor vollen Zuschauerrängen „Aus“ oder „Abseits“ anzeigen durfte. Nach dieser Zeit entstand der direkte Kontakt zu Dieter Schröder, dem er gleichfalls als Assistent im Verband unterstützte. „Ich kann mich noch gut an viele schöne Erlebnisse in den Stadien erinnern, die dazu geführt haben, dass Dieter und ich noch immer regen Kontakt haben und uns bei runden Geburtstagen gegenseitig besuchen“, so Beinhold, der – wie Schröder – noch immer Kreisligaspiele leitet. Übrigens genau wie sein 21-jähriger Sohn Tobias, der vor sieben Jahren in die Fußstapfen des Vaters getreten ist und ebenfalls die Schiedsrichter-Lizenz erworben hat.



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