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Rose und Mann wollen mithalten / TSV Tündern startet gegen Lunestedt in die Oberliga-Saison

Zwei junge „Schwalben“ sind Hoffnungsträger

Sebastian Mann und Jannik Rose (rechts) stammen aus der Talentschmiede des Oberligisten TSV Schwalbe Tündern.

veröffentlicht am 30.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 08:21 Uhr

Foto: aro

Tischtennis (aro). Die goldenen Bundesligazeiten des TSV Schwalbe Tündern sind vorbei. Nach dem Abschied des Nationalspielers Dimitrij Ovtcharov und dem sang- und klanglosen Abstieg aus der zweiten Liga, startet der Tischtennis-Klub in der Oberliga einen Neuanfang.

„Wir hätten zwar die Möglichkeit gehabt, in der Regionalliga zu spielen. Aber wir haben auf unseren Startplatz verzichtet, weil wir nicht das Geld für eine konkurrenzfähige Mannschaft gehabt hätten“, erläutert Abteilungsleiter Andreas Rose.

Auch für die beiden Hoffnungsträger aus Tünderns Talentschmiede, Jannik Rose und Sebastian Mann, wäre die Regionalliga wohl eine Nummer zu groß gewesen. In der Oberliga bekommen die beiden Eigengewächse die Möglichkeit, sich zu bewähren.

Für Rose ist es der richtige Weg, „unseren eigenen Talenten eine Chance zu geben“.

Sebastian Mann, der morgen seinen 18. Geburtstag feiert, freut sich zwar riesig auf den Saisonstart: „Ich habe aber auch ein mulmiges Gefühl im Bauch, weil ich nicht weiß, wo ich stehe. Immerhin spiele ich jetzt drei Spielklassen höher als vorher.“ Seit zwölf Jahren spielt der Tünderaner beim TSV Tischtennis. Andreas Rose ist davon überzeugt, dass der junge Mann das Zeug hat, in der Oberliga zu bestehen, „weil er sehr ehrgeizig ist“. Bis zu viermal pro Woche trainiert der Gymnasiast im Verein – plus Ausdauer- und Krafttraining.

Gleiches gilt für Jannik Rose, der das Nesthäkchen im Team ist. Das große Vorbild des 15-jährigen TSVer ist sein Freund „Dima“: Dimitrij Ovtcharov ist inzwischen ein Weltklassespieler, der es geschafft hat, sein Hobby zum Beruf zu machen. Für Rose wäre es ein Traum, „wenn ich auch einmal mit Tischtennis mein Geld verdienen könnte“. Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg. Aber immerhin schnupperte der Schüler in der vergangenen Saison schon einmal Zweitligaluft. Auf seine drei Einsätze in der zweiten Bundesliga ist Rose junior sehr stolz. Das Talent bekam hautnah zu spüren, dass dort ein anderer Wind weht als in der Bezirksoberliga.

Sein Vater Andreas Rose traut seinem Sohn Jannik durchaus zu, in der Oberliga mithalten zu können. Gleichzeitig räumte der Abteilungsleiter ein, dass der TSV auch auf auswärtige Spieler wie Bouska, Palos, Tinzmann und Blume angewiesen ist, um überhaupt konkurrenzfähig sein zu können. Selbst wenn die besten Spieler der Region in einer Mannschaft spielten, wäre das Team laut Rose nicht oberligatauglich: „Das hört sich hart an – ist aber so“. Ohne Verstärkungen könne man den Klassenerhalt nicht schaffen. Die Tünderaner starten am Sonntag (14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den TSV Lunestedt.



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