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96-Lehrstunde für Preußen Hameln

Ya Konan und Hanke verzaubern 2500 Fans – 11:0

Von Roland Giehr

veröffentlicht am 10.05.2010 um 22:44 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:21 Uhr

Fußball. Super-Stimmung, elf schöne Tore, eine volle Hütte – und ein Bundesligist zum Anfassen. Die „96-Party“ im Weserberglandstadion wurde zum erhofften Fußballfest. 2500 Zuschauern kamen gestern Abend beim 11:0-Schützenfest von Bundesligist Hannover 96 gegen Preußen 07 voll auf ihre Kosten. Gleiches gilt für den Hamelner Traditionsklub, dessen leere Kassen sich über einen warmen Geldregen freuten. Völlig losgelöst waren auch die jugendlichen Schlachtenbummler, die mit dem Abpfiff ihre Lieblinge fest eingekreist hatten und zur erfolgreichen Trikot -und Autogrammjagd bliesen. Zuvor hatten vor allem Didier Ya Konan (20./31./33.), der mit einem Fallrückzieher das schönste Tor des Abends erzielte und Mike Hanke (25./40./55.) mit jeweils drei Treffern die sportlichen Ausrufezeichen in einer einseitigen Partie gesetzt. „Seit der wieder seine alten Adidasschuhe trägt, trifft er“, freute sich auch Hannovers Torjäger-Legende Dieter Schatzschneider über Hankes neuen Torhunger. Hendrik Ernst (8./83.), Sofian Chahed (64.), Willi Evseev (69.) und Johannes Ibelherr (73.) beteiligten sich ebenfalls am munteren Preisschießen beim Oberligisten.

Nur einer ging leer aus. 96-Kultstürmer Jiri Stajner konnte machen, was er wollte, er brachte den Ball trotz steter Anfeuerung von der Tribüne einfach nicht über die Linie. Fast getroffen hätte dagegen 96-Torhüter Florian Fromlowitz, den Trainer Mirko Slomka unter dem Beifall der Fans in der 75. Minute für Chahed im Feld einwechselte. Konnte der Coach auch getrost, denn Vertreter Morten Jensen verbrachte im 96-Gehäuse stressfreie 90 Minuten und wurde von den harmlosen Preußen nicht einmal ernsthaft geprüft. „Diese Niederlage war sehr deprimierend“, musste 07-Abwehrspieler Ferit Tarak enttäuscht feststellen. Galgenhumor bewies dagegen Coach Kai Oswald: „Wir waren gegen 96 schon knapp dran, jetzt hauen wir am Sonntag eben Fortuna Düsseldorf weg.“ Nun ja, wird auch nicht klappen, selbst wenn 07 dann wieder die fehlenden Hilker, Boateng, Jermakowicz und Lopez-Peralta zur Verfügung stehen.

Nicht zu stoppen: 96-Torjäger Didier Ya Konan – hier im Zweikampf mit dem Hamelner Ruwen Klimke – bot den 2500 Fans im Weserberglandstadion eine tolle Show und erzielte beim 11:0-Sieg drei Treffer. Fotos: nls/3



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