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Scharfe Kritik vom VfL-Trainer trotz 37:30-Sieg gegen Rosdorf / Nur Heemann überzeugt

Wulff stinksauer: Das ist „Larifari-Handball“

Handball. So fuchsteufelswild hat man Hajo Wulff nach einem Sieg wohl selten erlebt. „Die erste Halbzeit war richtig gut“, lobte der Trainer des Oberligisten VfL Hameln nach dem 37:30 (21:14)-Erfolg gegen die HG Rosdorf-Grone erst, um dann von einer Sekunde auf die andere mächtig Hiebe zu verteilen: „Was wir dann die ersten 20 Minuten in der zweiten Hälfte aber abgeliefert haben, war Larifari-Handball, ohne Biss und Wille und mit einer Körpersprache, die mich fast sprachlos macht. Selbst die eingewechselten Spieler ließen sich hängen. Das kann nicht unser Anspruch sein und darüber wird zu reden sein.“ Von seiner Kritik nahm er ausdrücklich Heiko Heemann aus, „der als einziger unermüdlich geackert hat, bei dem Rest habe ich Licht und Schatten gesehen.“ So auch bei dem zehnfachen Torschützen Jannis Pille sowie den drei Torhütern. Frank Rosenthal, erstmals nach abgelaufener Sperre wieder dabei, Andrew Treuthardt und Claas Meyer, die jeweils 20 Minuten ran durften. Nicht mit von der Partie war Marcel Engelhardt, der im Abschlusstraining ohne Fremdeinwirkung einen Bruch im rechten Mittelfuß erlitt und für den Rest der Saison ausfällt.

veröffentlicht am 14.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:41 Uhr

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Die HG Rosdorf-Grone, wo sich einzig Christian Brand (10) und Marcus Wuttke (9) treffsicher zeigten, ging während der gesamten Partie nicht einmal in Führung und konnte das Match auch nur bis zum 4:4 nach fünf Minuten offen gestalten. In der Folgezeit agierten die Hausherren nahezu ohne Fehler und es war fast jeder Wurf ein Treffer, sodass man zur Pause bereits 21-mal eingenetzt hatte. Nach dem Wechsel konnte der VfL daran aber nicht mehr anknüpfen, verfiel in eine gewisse Lethargie und versäumte es, den knapp 300 Zuschauern in der Halle Nord eine Gala zu präsentieren. Bis zur 50. Minute kamen die Gäste sogar auf 31:28 heran, erst danach wachten die Hamelner wieder auf und zogen noch einmal an. Der aufgrund der zweiten Hälfte glanzlose Sieg war letztendlich nie gefährdet und die Göttinger Vorstädter mit den 37 Gegentreffern noch gut bedient. Die Siebenmeter-Quote war bei beiden Teams übrigens unterirdisch. Der VfL ließ fünf Strafwürfe durch Torben Höltje (2), der zuvor viermal sicher verwandelte, Oliver Glatz, Lukas Krings und Christian Raddatz aus. Auf der Gegenseite scheiterten Brandes (2), Brand und Kanar viermal an Rosenthal (2), Treuthardt und Meyer.

VfL Hameln: Treuthardt, Rosenthal, Meyer; Pille (10), Heemann (6), Höltje (5/4), Schubert (3), Raddatz (3), Glatz (2), Krings (2), Hylmar (2), Clausing (2), Wick (1), Emmel (1).



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