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Oberligaspiel des VfL wurde vorverlegt, damit Spieler zur Party kommen können

Wulff oder Siegesmund – wer tanzt bei der Sportgala die Sieger-Samba?

Handball. Hajo Wulff oder Marc Siegesmund: Wer tanzt morgen bei der Dewezet-Sportgala die Sieger-Samba? Bevor die beiden Trainer des VfL Hameln und des MTV Großenheidorn morgen Abend in der Rattenfängerhalle das Tanzbein schwingen können, müssen sie in der Oberliga mit ihren Teams noch einmal ran – und zwar gegeneinander. Für Wullf und Siegesmund, die in der Saison 1996/97 beide gemeinsam im Bundesligateam des VfL spielten, ist es kein Spiel wie jedes andere. Dafür kennen sich die beiden Handballer einfach zu gut. Deshalb war es auch kein Problem, die Oberligapartie zwischen den beiden Klubs auf den heutigen Freitag vorzuverlegen. Anpfiff ist um 20 Uhr in der Sporthalle am Bahnhof in Großenheidorn.

veröffentlicht am 04.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:21 Uhr

Hände hoch! Marc Siegesmund ist Trainer beim MTV Großenheidorn.

Autor:

Jürgen Kohlenbergund Andreas Rosslan

Der Grund für den ungewöhnlichen Termin: Jannis Pille ist von der Dewezet-Sportredaktion in der Kategorie „Sportler des Jahres“ nominiert worden. Deshalb will der junge Torjäger bei der Sportgala in der Rattenfängerhalle unbedingt dabei sein – und der Rest seiner Mannschaft auch. Siegesmund, der die Sportgala auch nicht verpassen möchte, war mit der Spielverlegung sofort einverstanden. Bleibt die Frage, wer die Sieger-Samba auf dem Parkett tanzt – Wulff oder Siegesmund?

Die Auswärtsbilanz des Tabellenzweiten aus Hameln ist mit 16:0 Punkten bisher makellos. Das soll auch am Steinhuder Meer so bleiben! Der VfL will nämlich dem Lehrter SV im Titelkampf dicht auf den Fersen bleiben. „Die Gala morgen darf bei uns noch kein Thema sein, erst heißt es heute Vollgas geben und die Punkte eintüten. Dann können wir auch ans Feiern denken“, betont Hajo Wulff. Der VfL-Trainer hat seine Schützlinge eindringlich darauf hingewiesen, „dass wir uns keine Nachlässigkeiten erlauben dürfen“. Großenheidorn warte nur darauf, „uns ein Bein zu stellen“. Aufstellungssorgen hat der Chefcoach der Hamelner nicht.

Wulff liebäugelt mit einer sehr offensiv ausgerichteten Deckungsformation, „damit wir den gefährlichen Rückraum der Hausherren schnell stoppen können“. Die Hamelner müssen allerdings höllisch aufpassen. Denn „angeschlagene Boxer“ sind ja bekanntlich besonders gefährlich.

Hajo Wulff. Foto: nls

Das Team aus Großenheidorn, das lange auf dem dritten Platz lag, mischte kräftig im Titelkampf mit. Nach einem verkorksten Start in die Rückrunde ist man allerdings mit jetzt 22:14 Punkten auf Rang sechs abgerutscht und liegt somit bereits sieben Zähler hinter dem VfL zurück.

Neben einer 36:37-Heimniederlage gegen die Burgdorfer Reserve gab Siegesmund die jüngste 29:38-Klatsche bei der TS Großburgwedel zu denken: „Wir haben uns da überhaupt nicht als Mannschaft präsentiert. Das war schlicht und ergreifend katastrophal. Keiner meiner Spieler erreichte auch nur annähernd Normalform!“ Der 37-jährige Coach war mächtig angefressen. Deshalb fordert er von seiner Mannschaft gegen den VfL Wiedergutmachung, um die Heimbilanz (13:5 Punkte) aufpolieren zu können: „Wir müssen in der Deckung kompakter werden. Den gegnerischen Angreifern haben wir zuletzt zu viel Raum zum Werfen gelassen. Und auch im Angriff war unsere Fehlerquote zu hoch. Da haben wir noch Reserven.“

Noch fraglich ist der Einsatz der beiden Rückraumspieler Peter Muschelknautz und Christoph Lindemann, der mit 82 Toren zweitbester Werfer des MTV ist – hinter Rechtsaußen Bertrand Salzwedel, der mit 122/41 Saisontoren sogar auf Platz sechs der Torschützenliste der Oberliga liegt.



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