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Dewezet-Umfrage unter heimischen Fußballern zum Bundesliga-Start

Wo landet 96 – und der Rest vom Norden?

Hameln-Pyrmont. Auf Wiedersehen Langeweile. Millionen Fans in Deutschland atmen auf – denn endlich kommt wieder Leben in die in den letzten drei Monaten vereinsamte Fußballseele. Am Freitag (20.30 Uhr) startet die Bundesliga mit der Partie FC Bayern – Hamburger SV in ihre 53. Saison. Keine Frage: Auch diese Spielzeit wird wieder für rappelvolle Stadien und ein hohes Maß an attraktiven Spielen sorgen. Spannung im Titelrennen und im Abstiegskampf ist dabei erwünscht. Und wo landen die vier Nordklubs Hannover 96, Hamburger SV, Werder Bremen und der VfL Wolfsburg am Ende? Die Sportredaktion hörte sich einmal in der heimischen Fußball-Szene um und musste feststellen: Die „Roten“ und der HSV stehen erneut vor einer schweren Saison.

veröffentlicht am 12.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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Moritz Muschik (Torhüter von Eintracht Afferde): „Der Abgang von Lars Stindl wiegt zwar schwer, dennoch traue ich der neuen 96-Mannschaft einiges zu. Ein Platz im gesicherten Mittelfeld scheint drin zu sein. Gleiches gilt auch für Werder Bremen. Der Hamburger SV muss dagegen erneut aufpassen, dass die Reise von Beginn an nicht wieder in Richtung Kellerregion geht. Aber die peinliche Pokalpleite in Jena sagt eigentlich schon alles. Ein sicherer Kandidat für die Champions League ist der VfL Wolfsburg. Und wenn alles gut läuft, ist auch wieder die Vizemeisterschaft möglich.“

Karsten Hoppe (Co-Trainer MTSV Aerzen): „Hannover 96 wird auch in dieser Saison wieder gegen den Abstieg spielen. Ich sehe bei der Mannschaft einfach keine positiven Veränderungen. Und mit Lars Stindl hat 96 einen ganz wichtigen Spieler verloren. Der HSV ist für mich erneut ein Abstiegskandidat. Der Kader scheint noch schlechter zu sein, als in der letzten Saison. Der VfL Wolfsburg wird, wenn de Bruyne denn bleibt, wieder unter den ersten drei landen. Und bei Werder wird es wohl auch ähnlich wie in der letzten Saison laufen. Immer mal für eine Überraschung gut, und am Ende wird es wohl nur Platz zehn werden.“

Gerrit Pape (SpVgg. Bad Pyrmont): „Ich bin zwar 96-Fan, doch Hannover 96 macht mir ein wenig Angst. Es gibt keine großen Neuzugänge und so wird wohl wieder der Kampf um den Klassenerhalt oben stehen. Den werden sie aber schaffen. Der HSV hat es für mich viel schwerer und wird am Ende wieder hinter Hannover landen. Wenn kein Einbruch erfolgt, traue ich Werder Bremen diesmal sogar einen Platz in der oberen Tabellenhälfte zu. Und die Wolfsburger spielen wieder um einen der Champions League-Plätze mit. Gegen den VfL haben auch Mannschaften wie die Bayern und Dortmund zu knapsen.“

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  • Im Pokalspiel in Kassel durfte gejubelt werden – aber legt das neu formierte Team von Hannover 96 auch eine ansprechende Saison in der Fußball-Bundesliga hin? dpa
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Stefan Nehrig (Trainer SV Hajen): „Ich gehe davon aus, dass Hannover 96 zwischen Rang 10 und 14 einlaufen wird. Aber ich tendiere eher zu Platz 14. Ein guter Start wird für Hannover wichtig sein. Nach zwei Relegationen und dem Fehlstart im Pokal am letzten Wochenende glaube ich trotzdem, dass der HSV in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. Wenn die Bremer die Abgänge von di Santo und Selke gut wegstecken, ist für die Mannschaft ein einstelliger Tabellenplatz möglich. Auch weil sie mit Skripnik einen richtig guten Trainer haben. Und die Wolfsburger landen wieder unter den ersten vier. Selbst wenn de Bruyne tatsächlich noch gehen sollte.“

Anatoli Deck (TSG Emmerthal): „Ich habe mir das Spiel gegen Sunderland angesehen. Das war eine Katastrophe. Wenn 96 so auch in der Saison spielt, wird es ganz schwer, im gesicherten Mittelfeld zu landen. Der HSV bleibt dagegen für mich ein Abstiegskandidat. Die Pokal-Niederlage in Jena hat gezeigt, es hat sich in Hamburg nichts geändert. Werder Bremen traue ich da schon mehr zu. Trainer Skripnik hat ein gutes Team geformt, das im oberen Mittelfeld landen kann. Der VfL Wolfsburg wird von allen Nordklubs die wenigsten Sorgen haben und sich weiter in der Spitzengruppe etablieren.“ kf/ro



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