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Afferdes Bezirksligakicker Julian Stickel ist einer von 80 000 Fußballfans im Moskauer Luschniki-Stadion

„WM-Finale – ich bin dabei“

MOSKAU. Wenn an diesem Sonntag um 17 Uhr das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Frankreich und Kroatien angepfiffen wird, ist auch ein Hamelner dabei: Julian Stickel.

veröffentlicht am 13.07.2018 um 18:31 Uhr

Schon beim Halbfinale im Moskauer Luschnikistadion dabei: Der Hamelner Julian Stickel und sein Kumpel Marcel Balz aus Düsseldorf. Foto: privat
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite
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Der 28-jährige Bezirksligakicker von Eintracht Afferde hat mit seinem Kumpel Marcel Balz eines der heiß begehrten Finaltickets für das Moskauer Luschnikistadion ergattert, das mit knapp 80 000 Zuschauern ausverkauft sein wird. „Schade, dass Deutschland nicht im Finale ist. Das wäre das i-Tüpfelchen gewesen. Enttäuscht bin ich aber nicht. Ich freue mich riesig auf das Spiel. Wann hat man schon mal die Chance, bei einem WM-Finale live im Stadion zu sein?“

Die Gänsehaut-Atmosphäre im Moskauer Luschnikistadion konnte der Hamelner bereits im Halbfinale hautnah genießen. Als Kroatien 2:1 nach Verlängerung gegen England gewann, saß Julian Stickel auf der Tribüne – inmitten der Kroatien-Fans mit ihren rot-weißen Wasserkappen. Und die sorgten für eine Glücksexplosion, als Mario Mandzukic in der 109. Minute Kroatien zum ersten Mal in der Geschichte ins WM-Finale schoss. „Die Stimmung war super, einfach grandios“, schwärmt Stickel. „Vor der WM hätte ich nie und nimmer gedacht, dass Kroatien ins Finale kommt. Selbst vor dem Halbfinale hatte ich damit gerechnet, dass England weiterkommt. Aber am Ende hat Kroatien verdient gewonnen.“

Als Zuschauer im Stadion bekam der Hamelner auch eine Szene mit, die bei der Liveübertragung im Fernsehen nicht zu sehen war. Als die Kroaten nach dem 2:1 noch jubelten, führten die Engländer schnell einen Anstoß aus und stürmten auf das kroatische Tor zu – bis sie von Schiedsrichter Cüneyt Cakir zurückgepfiffen wurden. „Ich habe das im Augenwinkel gesehen und mich gefragt, was das soll? Das war schon kurios.“

Beeindruckt war Stickel von den englischen Fans: „Die haben nach dem WM-Aus in Moskaus Innenstadt so ausgelassen gefeiert, als ob England gerade Weltmeister geworden wäre“, sagt der 28-Jährige, der bis zum Finale am Sonntag die Zeit für eine Sightseeing-Tour in Moskau nutzen will, denn schon am Montag geht sein einwöchiger Russland-Trip wieder zu Ende. „Für den Flug und die Unterkunft habe ich rund 500 Euro bezahlt. Am teuersten waren die Eintrittskarten: 250 Euro für das Halbfinale, 400 Euro für das Endspiel.“ Macht zusammen: 1150 Euro – ohne Verpflegung. „Die Eintrittskarten für das Finale müssen wir uns noch im Ticketshop abholen. Drei Stunden vor Spielbeginn gehen wir dann ins Stadion, damit wir nichts verpassen.“

Und wer wird Weltmeister? „Ich hoffe, dass es auch im Endspiel eine Verlängerung und Elfmeterschießen gibt. Frankreich ist Favorit, keine Frage. Aber ich würde es den Kroaten gönnen, wenn sie Weltmeister werden.“ Das wäre eine der größten WM-Sensationen in der Geschichte des Fußballs – und ein Hamelner als Zuschauer live dabei.



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