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Eintracht-Coach Lieberknecht nimmt SSG Halvestorf ernst

„Wir wollen uns für den DFB-Pokal qualifizieren“

Fußball. Vor dem NFV-Pokalviertelfinale zwischen der SSG Halvestorf und Eintracht Braunschweig sprach Dewezet-Mitarbeiter Andreas Rosslan mit Trainer Torsten Lieberknecht, der wegen der Ausbildung zum Fußball-Lehrer an der Sporthochschule Köln heute nicht im Weserbergland-Stadion sein kann.

veröffentlicht am 08.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 14:21 Uhr

Braunschweig kommt heute ohne Trainer Torsten Lieberknecht nach

Hand aufs Herz: Wussten Sie vor der Pokalauslosung überhaupt, wo Halvestorf liegt?

Nein, den Ort habe ich wirklich nicht gekannt. Ich musste mich erst erkundigen, wo wir überhaupt hin müssen.

SSG-Trainer Ralf Fehrmann hat ihre Mannschaft in Braunschweig zweimal beobachtet. Haben Sie ihre Spione nach Halvestorf geschickt?

Nein. Wir haben uns aber gut informiert und nehmen die SSG sehr ernst. Halvestorf hat im Achtelfinale mit Goslar einen Regionalligisten aus dem Pokal geworfen. In der Bezirksliga lief es zuletzt nicht ganz so gut. Vielleicht spukte bei den Spielern aber schon das Spiel gegen uns in den Köpfen. Wir müssen konzentriert in die Partie gehen, um eine frühe Entscheidung herbei zu führen.

Welchen Stellenwert hat der NFV-Pokal für Sie?

Wir müssen die Partie unbedingt gewinnen, um uns erneut für die Hauptrunde des DFB-Pokals qualifizieren zu können. Das ist auch eine Frage des Geldes. Die Einnahmen aus dem DFB-Pokal sind immens wichtig für unseren Verein.

In der dritten Liga hatte ihre Elf zwischenzeitlich eine Durststrecke. Warum lief es nicht so?

Das Heimspiel, das wir gegen Werder Bremen II verloren haben, hat uns aus der Bahn geworfen. Da hätten wir drei Punkte holen müssen. Mit dem Sieg gegen Ingolstadt haben wir wieder Rückenwind bekommen. Den wollen wir mit in die Partie nehmen, um unserer Favoritenrolle gerecht zu werden.

Ist der Sturm das Sorgenkind? Acht Tore in acht Spielen sind mager.

Das sehe ich nicht so. Unser Torjäger Dennis Kruppke hat schon fünfmal getroffen, Marco Calamita zweimal. Und Kingsley Onuegbu hat drei Treffer vorbereitet. Ein Sturmproblem haben wir also nicht. Mich ärgern viel mehr die unnötigen Gegentore, die wir kassiert haben.

Kommt die Eintracht in Bestbesetzung?

Personell sieht es so aus, dass Marc Pfitzner und Fait-Florian Banser aufgrund ihrer Oberschenkel-Verletzungen weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Tim Danneberg und Jan Washausen sind leicht angeschlagen.

Sie machen zurzeit in Köln die Ausbildung zum Fußball-Lehrer. Wie verkraften Sie die Doppelbelastung?

Für mich ist das keine Belastung, sondern eher eine große Herausforderung. Die Ausbildung macht mir sehr viel Spaß.

Können Sie beim Pokalspiel gegen Halvestorf überhaupt dabei sein?

Nein, leider nicht. Meine Assistenten Darius Scholtysik und Jürgen Rische vertreten mich vor Ort. Mein Trainerteam unterstützt mich und genießt mein Vertrauen. Sie werden dafür sorgen, dass die Jungs engagiert zu Werke gehen.

Und wer übernimmt den Ergebnisdienst?

Unser sportlicher Leiter, Marc Arnold, wird mich während des Spiels per SMS informieren.

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