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Handball: VfL-Routinier Oliver Glatz zum Topspiel gegen den Spitzenreiter und über seine sportliche Zukunft

„Wir wollen Northeim kitzeln“

HAMELN. Für das Gipfeltreffen in der Handball-Oberliga zwischen Tabellenführer Northeimer HC und dem Verfolger VfL Hameln ist in Afferde (Fr., 20.15 Uhr) angerichtet. Die Dewezet-Sportredaktion sprach vor der Partie mit Oliver Glatz über das Spitzenspiel, die künftige Entwicklung beim VfL und seine sportliche Zukunft.

veröffentlicht am 06.04.2017 um 17:48 Uhr

Oliver Glatz, der erfahrenste und dienstälteste Handballer im Oberliga-Team des VfL Hameln. Foto: NLS
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Oliver Glatz, mit Northeim kommt ein echtes Topteam nach Afferde. Kann der VfL dem Spitzenreiter die erste Saison-Niederlage beibringen?
Das ist unser Ziel. An einem guten Tag kann das der VfL auch. Und deshalb wollen wir die einzige ungeschlagene Mannschaft der Liga mal richtig kitzeln.

Es ist das erste Saisonspiel gegen den Tabellenführer. Hat der VfL die „Überflieger der Liga“ schon mal genau unter die Lupe genommen?
Henning Sohl hat sich zwei Spiele angeschaut. Einmal in Northeim, einmal auswärts. Aber die sind für uns auch kein unbeschriebenes Blatt. Man kennt sie aus vergangenen Jahren, vor allem die älteren Spieler.

Was ist überhaupt noch möglich? Denkt die Mannschaft trotz des Sechs-Punkte-Rückstands noch an die Meisterschaft?
Die Meisterschaft ist bei uns nie ein Thema gewesen. Und die aktuelle Tabellensituation ist doch eher mit der zwischen Bayern München und RB Leipzig in der Fußball-Bundesliga zu vergleichen. Dass Northeim den klaren Vorsprung noch verspielt, ist wohl unwahrscheinlich.

Wenn nicht jetzt, wann dann. Plant der VfL künftig auch mal wieder für die 3. Liga?
Wir sind für alle Möglichkeiten offen. Aber auch so etwas wie ein gallisches Dorf. Rund herum liegen Handball-Hochburgen wie Lemgo, Hannover und Hildesheim. Da sind die Möglichkeiten für so ein großes Angehen eher begrenzt. Bis zur 3. Liga ist es daher auch ein weiter Weg.

Henning Sohl hätte gern noch einmal in der Rattenfänger-Halle gespielt. Wäre die für das Northeim-Spiel nicht genau der richtige Ort gewesen?
Mit dem Gedanken haben wir schon gespielt. Aber die Halle war durch eine andere Veranstaltung belegt. Sie hätte sich für dieses Spitzenspiel, das ja schon so etwas wie einen Event-Charakter hat, durchaus angeboten.

Der Trainer geht, doch wer wird Sohls Nachfolger? Ist die Entscheidung inzwischen gefallen?
Noch nicht. Es werden noch Gespräche geführt. Aber in den Osterferien werden wir den neuen Trainer vorstellen.
Wird es am Ende dann doch wieder Sönke Koß machen?
Wir haben mit ihm gesprochen. Aber die Sache auch wieder ad acta gelegt. Auch deshalb, weil es nicht unser Anliegen ist, Trainer aus dem Nachwuchsbereich herauszunehmen.

Oder wird es sogar zu einer internen Lösung kommen?
Das ist sicher nicht Plan A, aber durchaus vorstellbar.

Wie geht es in der kommenden Saison mit dem Handballer Oliver Glatz weiter? Hängen Sie Sie noch ein Jahr dran?
Darüber werde ich am Ende der Saison entscheiden. Ich fühle mich noch fit. Doch man muss sehen, ob ich der Mannschaft noch weiterhelfen kann und der Körper noch mitmacht. Aber bisher bin ich in meiner langen Zeit als Handballer von komplizierten Verletzungen verschont geblieben. Deshalb kann ich mir vorstellen, dass ich tatsächlich noch ein Jahr dranhänge.

Interview: Klaus Frye

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