weather-image
15°
Fußball: Kapitänin Sabrina Paech startet mit Tünderns Fußballfrauen ins Abenteuer Oberliga

„Wir wollen nicht baden gehen“

TÜNDERN. 1996 schnürte Sabrina Paech zum ersten Mal ihre Fußballschuhe für den SC Diedersen. 21 Jahre später führte sie Tünderns Frauenelf als Kapitänin in die Oberliga. Vor dem Saisonstart spricht die 27-jährige Gymnasiallehrerin im Interview nicht nur über das beste Spiel, das sie mit Tündern je absolviert hat.

veröffentlicht am 27.07.2017 um 15:30 Uhr

Gut beschirmt in die Frauen-Oberliga: Kapitänin Sabrina Paech vom Aufsteiger HSC BW Tündern. Foto: mo
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Sondern auch über das Saisonziel in der Oberliga – und verrät, warum sie mit ihrem Freund Sebastian Kelle den doppelten Klassenerhalt feiern will.

Sabrina Paech, wir sitzen am Sportplatz in Diedersen. Ein besonderer Ort für Sie?
Auf jeden Fall. Meine Eltern wohnen hier. Ich wohne ganz in der Nähe in Bisperode. Deswegen ist das für mich total Heimat. Und auch ein Stück Fußballheimat. 1996 habe ich hier angefangen, zu spielen.

Mit Diedersen klappte der Aufstieg in die Oberliga nicht. Mit Tündern jetzt schon...

Es hatte sich schon vorletzte Saison abgezeichnet, dass da was möglich ist. Das haben wir kurz vor Saisonende leider verbockt. Auch in dieser Saison sind wir am Ende fast noch am Aufstieg gescheitert. Aber dadurch, dass jetzt auch viele Mädels aus der Jugend nachrücken, war schon abzusehen, dass es mit Tündern mal in Richtung Oberliga gehen kann.

Über die Relegation stiegen Sie mit Tündern auf...

Wir hatten uns als Saisonziel Platz eins bis vier gesetzt, nachdem wir in der ersten Landesliga-Saison auch schon gut oben mitgespielt hatten. Dieses Jahr war es wieder so, dass keine Mannschaft in der Liga richtig dominiert hat. Wir haben immer unter den ersten drei Teams mitgemischt. Aber ich war mir ziemlich sicher, dass wir nicht als Erster aufsteigen würden. Weil wir viele junge Spielerinnen haben, die am Ende vielleicht auch ein bisschen nervös werden. Dass wir es in der Relegation geschafft haben, war umso schöner, weil wir diesen Kampf dann noch gewonnen haben.

Im entscheidenden Spiel gegen Holzland erzielten Sie zwei Tore beim 3:1.

Da hat es mal wieder gekappt. In dem Spiel lief es einfach auf allen Positionen supergut. Dass die Tore gelingen, gehörte auch mit dazu. Aber das war rundum das beste Spiel, das wir je gemacht haben.

Ist die Oberliga machbar oder vielleicht doch eine Nummer zu groß?

Auf jeden Fall machbar. Hastenbeck hat nach dem Aufstieg gut oben mitgespielt. Ich denke nicht, dass wir gleich so einschlagen werden. Aber wir werden definitiv gut mithalten können. Gerade gegen mitspielende Mannschaften können wir unser Spiel besser aufziehen.

Als Aufsteiger kann es jetzt nur um den Klassenerhalt gehen, oder?

Das wird auf jeden Fall unser Ziel sein. Wenn etwas darüber hinausgeht, ist es schön. Aber wir wollen uns erst mal etablieren in der Liga, damit der Nachwuchs weiter in der Oberliga spielen darf. Wir wollen aber definitiv nicht baden gehen.

In der Liga geht es auch gegen den SV Hastenbeck. Wie ist das Verhältnis zwischen den beiden Klubs?

Rivalität ist auf jeden Fall da, aber im positiven Sinne. Hastenbeck ist uns gegenüber sicher auch nicht böse. Wenn wir aufeinandertreffen, gibt es für Hastenbeck ja meist ordentlich Punkte. Wir freuen uns einfach, dass es so ein Derby wieder gibt. Es wird mit Sicherheit spannend – auch für die Zuschauer. Ich hoffe, dass es für uns mehr zu holen gibt und wir nicht wieder eine Packung kriegen. Ich glaube fest daran: Der Spieß kann sich wenden.

Ihr Freund Sebastian Kelle ist mit Tünderns Herren in der gleichen Saison in die Landesliga aufgestiegen. Feiern Sie am Ende zusammen den Klassenerhalt?

Hoffentlich. Ich glaube fest daran, dass das beide Mannschaften schaffen können. Wir haben in beiden Teams gutes Potenzial, um uns in den Ligen zu etablieren.

Interview: Moritz Muschik

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare