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VfL-Routinier Christian Raddatz zum Topspiel, dem bisherigen Saisonverlauf und den weiteren Zielen

„Wir wollen da oben hin, wo Lehrte jetzt steht“

Handball (jko). Großkampftag in der Halle Nord. Vor dem Oberliga-Spitzenspiel des Tabellenzweiten VfL Hameln (10:2 Punkte) am Sonnabend (19.15 Uhr) gegen den mit 12:0 Zählern noch verlustpunktfreien Spitzenreiter Lehrter SV sprach Dewezet-Mitarbeiter Jürgen Kohlenberg mit Hamelns Abwehrchef und Routinier Christian Raddatz (35) über die aktuelle Lage und den Saisonverlauf.

veröffentlicht am 09.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:21 Uhr

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Herr Raddatz, wie ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft vor dem Spitzenspiel?

„Die Stimmung ist bestens, alle sind voll gespannter Erwartung und heiß auf die Partie. Wir wissen, worum es geht. Der deutliche Sieg mit zehn Toren zuletzt gegen Northeim hat uns dazu noch einmal einen Schub versetzt und zusätzliches Selbstvertrauen gegeben.“

Wo ordnen Sie die Partie ein?

Wenn der Zweite gegen den Ersten spielt, ist über die Wichtigkeit eigentlich alles gesagt. Und ganz klar, wir wollen da hin, wo Lehrte jetzt steht. Um das zu schaffen, müssen wir die Partie gewinnen. Aber es wird ganz schwer, Lehrte wird uns alles abverlangen. Danach wissen wir auch, wo wir stehen und wie die Spielstärke der Oberliga-Spitze einzuordnen ist.“

Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf?

„Geht man von den nackten Zahlen aus, ist mit 10:2 Punkten eigentlich alles in Ordnung. Wenn man aber sieht, gegen wen wir verloren haben, bleibt ein Wermutstropfen. Die Heimpleite gegen Altwarmbüchen durfte nicht sein. Selbstzweifel an unserem Saisonziel Wiederaufstieg gab es aber nicht. Wir wissen, dass wir an dem Tag einfach alle schlecht waren. Aber jetzt sind wir auf einem guten Weg. Zu Hause wollen wir keinen Punkt mehr abgeben.“

Wo hat der VfL noch Potenzial nach oben?

„Zum einen muss man sagen, dass wir uns in den letzten Wochen schon kontinuierlich gesteigert haben. Die Abwehr steht jetzt besser und aus dem Rückraum agieren wir flexibler, was sich auch an der Verteilung der Tore bemerkbar macht. Allerdings haben wir in der schnellen Bewegung von hinten raus noch Luft nach oben. Wir wollen unser Spiel noch mehr in die Breite verlagern, um zum Beispiel gegen kompakte Deckungsformationen spielerisch mehr Akzente setzen zu können. Ebenso haben wir immer noch Phasen im Spiel, wo wir durch leichte Fehler und Unkonzentriertheiten den Gegner wieder aufbauen. Solche Schlafmützigkeiten dürfen wir uns gegen Lehrte nicht erlauben, dann kann das Match schnell weg sein.“

Nach Lehrte folgen mit der HG Rosdorf/Grone und dem TV 87 Stadtoldendorf zwei weitere Duelle gegen Top-Mannschaften. Sind das jetzt die Wochen der Wahrheit für den VfL Hameln?

„Das kann man so sagen. Danach wird sich mit Sicherheit die Spreu vom Weizen trennen. Wir müssen und wollen gegen die direkten Konkurrenten gewinnen.“

Ballsicher: Der 35-jährige Rückraumspieler Christian Raddatz ist schon seit Jahren Leistungsträger beim VfL Hameln. Der Routinier hofft heute auf einen Erfolg gegen den Lehrter SV.

Foto: nls

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