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Trainer Hajo Wulff realistisch: VfL Hameln kann die Meisterträume in der Oberliga abhaken

„Wir sind nicht die konstanteste Mannschaft“

Lange Gesichter und hängende Köpfe gab es nach der 30:32-Niederlage in Stadtoldendorf nicht nur bei Lukas Krings (li.) und Jannis Pille.

veröffentlicht am 22.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

Foto: nls

Handball (kf). Ausgeträumt – sechs Spiele vor Saisonende ist beim Oberligisten VfL Hameln die angepeilte Rückkehr in die dritte Liga wohl endgültig abgehakt. „Wir müssen uns sportlich nichts vormachen. Jetzt spricht alles für Lehrte“, lautete das Fazit von Trainer Hajo Wulff nach der enttäuschenden 30:32-Niederlage in Stadtoldendorf.

„Die konstanteste Mannschaft wird Meister“, hatte der VfL-Coach schon vor der Saison kundgetan. „Und das sind wir nun mal nicht“, erkannte Wulff nicht erst nach der Pleite unter der Homburg. Die Vorteile des aktuellen Spitzenreiters Lehrter SV nannte er gleich mit: „Die gehen mit einer seit Jahren eingespielten Mannschaft aufs Feld.“ Die Niederlage in Stadtoldendorf ist für Wulff kein Grund, die Saison schon frühzeitig abzuhaken: „Ich erwarte, dass sich alle Spieler weiterhin voll reinhängen.“ Doch gerade mit der Einstellung seiner Akteure hatte der Trainer in den letzten beiden Begegnungen seine Probleme: „Das habe ich schon nach dem Rosdorf-Spiel angesprochen. Doch anscheinend haben es einige Spieler nicht verstanden. Jetzt sind wir bestraft worden.“

Kleine Brötchen backte am Tag nach der Abfuhr beim Oberliga-14. selbst Kapitän Oliver Glatz. „In der ersten Halbzeit lief es wohl zu gut. Danach haben wir einfach zu viele Fehler gemacht“, zeigte er sich nachdenklich. „Wichtig ist, dass wir in den kommenden Spielen wieder in die Spur finden.“ Denn den zweiten Platz will er nicht auch noch aus der Hand geben. Auf die Frage nach seiner sportlichen Zukunft hielt sich der 28-Jährige allerdings noch bedeckt: „Es ist noch keine Entscheidung gefallen.“

Manager Ralph Krone will seinen Spielmacher auf alle Fälle halten. „Wir führen Gespräche. Ich glaube, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Auch Torhüter Claas Meyer, der von Eintracht Hildesheim an die Weser wechselte, würde Krone gern halten. Fest steht derzeit nur, dass neben Rasmus Meier – der es bekanntlich zum Verbandsligisten MTV Obernkirchen wechselt – auch Lukas Krings die Hamelner zum Saisonende wieder verlassen wird. Neue Namen konnte der VfL-Manager zwar noch nicht nennen, doch er ist sich sicher, „dass wir gut aufgestellt in die neue Saison gehen“.

Festhalten wird Krone weiterhin an der intensiven Jugendarbeit: „Die trägt Früchte. Mit Torben Höltje und Jannis Pille haben in dieser Saison wieder zwei junge Talente den Sprung in die erste Mannschaft geschafft.“



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