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421 Treffer – Hessisch Oldendorf im ersten Verbandsliga-Jahr mit starkem Angriffskollektiv

Wir sind die „torreichen Sieben“

Hessisch Oldendorf. Einen richtigen Shooter, wie ihn die Handball-Bundesligisten SC Magdeburg oder die Rhein-Neckar Löwen mit Robert Weber und Uwe Gensheimer vorzeigen können, hat Verbandsligist HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf natürlich nicht im Kader. Dafür vertraut Trainer Carem Griese in der Sporthalle am Rosenbusch aber seinen „torreichen Sieben“.

veröffentlicht am 19.05.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

Bei den Jungs gilt das Motto „Einer für alle, alle für einen“. Unter den Top Ten der 5. Liga ist von der HSG niemand zu finden und die 100-Tore-Marke hat auch kein Spieler übertroffen. Aber im Verfolgerfeld blasen gleich sieben Oldendorfer zur Attacke. Egal, ob im Rückraum, am Kreis oder auf den Außenpositionen. „Feuer frei“ – mit 421 Treffern (insgesamt erzielte die HSG 655 Tore) setzten Johannes Bauer (88), Christoph Bauer (84), Kieren Wedemeyer (71), Sebastian Kalt (68), Jan-Torben Weidemann (67), Fabian Weidemann (48) und Tobias Schöttelndreier (43) ihre Gegner aus allen Richtungen unter Druck. Mit seinem stets unberechenbaren Tor-Kollektiv war der Aufsteiger nur schwer auszurechnen. So warf selbst die von den gegnerischen Trainern oft angeordnete Manndeckung die HO-Handballer kaum aus der Spur. Weil die Regelung in der Offensivabteilung von Beginn an klar verteilt war: „Was der eine nicht schafft, erledigen die anderen.“

Und daran wird sich auch in der kommenden Saison kaum etwas ändern. „Schließlich bleibt der Kader zusammen“, freut sich Carem Griese. „Bei uns will einfach niemand weg.“ Nur für seinen Rechtsaußen Kieren Wedemeyer hat sich der Trainer eine neue Aufgabe ausgedacht. „Der Lange“, der vor zwei Jahren aus der A-Jugend des VfL Hameln an den Rosenbusch wechselte, soll in der neuen Saison die Problemposition der Hessisch Oldendorfer beleben. Der rechte Rückraum lag einfach zu lange brach, deshalb soll Wedemeyer künftig hier das Feld beackern. „Genau der richtige Mann“, ist sich Griese sicher.

Und noch einem seiner „torreichen Sieben“ traut der drittligaerfahrene HSG-Coach in der Saison 2015/16 eine deutlich höhere Trefferquote zu. Fabian, der Jüngste des „Weidemann-Trios“ im Oldendorfer Trikot, soll im Rückraum zur Attacke blasen. Den Youngster holte Griese in der gerade abgelaufenen Saison nicht umsonst schon einige Male aus der A-Jugend in seinen Verbandsliga-Kader. Der bedankte sich nicht nur mit seinen 48 Toren bei seinem Trainer. „Der bringt auch alle spielerischen Vorzüge für die Verbandsliga mit“, schwärmt Griese von seinem Rohdiamanten. Vielleicht schafft er es in der zweiten Verbandsliga-Saison ja als erster HO-Handballer, die 100-Tore-Marke zu knacken.kf



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