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Alles begann 1978 – Hamelner Freizeit-Fußballer schon seit 40 Jahren im Geschäft

Wir sind die Kicker vom Klüt

HAMELN. Einfach nur jede Menge Spaß haben und Fußballspielen ohne Punktspiel-Druck. Unter diesem Motto wurde bereits 1978 der FC Klüt gegründet. Und die Hobbyfußballer jagen immer noch dem runden Leder nach.

veröffentlicht am 02.05.2018 um 17:39 Uhr

Fußballer mit Herz – die Akteure des FC Klüt spielen nicht um Auf- und Abstieg oder Punkte, sie wollen einfach „Spaß an der Freud“ haben. Foto: nls
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Wer ist bei jedem Wetter auf dem Platz und bei jeder Feier dabei? Richtig, die Freizeit-Fußballer des FC Klüt. Und das schon seit 40 Jahren. Vom Schüler bis zum Rentner, hier kann jeder mitspielen. „Einfach nur Spaß an der Freud haben und Fußballspielen“, unter diesem Motto hatten sich schon in den 70er Jahren einige Jugendliche aus dem Klütviertel zum wöchentlichen Kick getroffen. Wenn sie gefragt wurden, für wen sie denn spielen, kam die Antwort prompt: „Wir sind die Kicker vom Klüt.“

Und für die spielten weder Wind und Wetter, noch der Platz, auf dem gekickt wurde, eine Rolle. Fußball mit Herz, und jeder nach seiner Fasson. Doppelpass, Fallrückzieher, Bananenflanke – hier gab es alles schon zu sehen. Und natürlich wird unter den Freizeit-Kickern immer noch kräftig geflachst: „Einfetten, aufpumpen, oder die Pille aus dem Netz holen. Am Ball kannst du einfach alles.“ Die Akteure vom FC Klüt haben das komplette Repertoire drauf, wenn mal wieder alles um die schönste Nebensache der Welt geht. Vielleicht auch, weil zunächst auf Asche und Schotter hinter den Fußball getreten wurde. Denn die ersten Versuche starteten fast vor der Haustür auf dem Schützenplatz. Die Spielwiese hoch oben am Finkenborn und die alte Dreiersche Wiese neben dem Weserbergland-Stadion folgten. Doch es änderte sich zunächst nichts, die Freizeit-Fußballer blieben heimatlos. Aber nicht mehr lange.

Denn am 20. April 1978 wurde offiziell der FC Klüt gegründet. „Mit allem Schnick und Schnack“, erinnern sich einige der Gründungsmitglieder noch genau. Fünf von ihnen sind immer noch vom FC Klüt-Trikot und dem runden Leder infiziert. Bei Frank „Meusche“ Meyer, Wolfgang „Knuse“ Kusch, Bodo Kauert, Wolfgang Heitzer-Hartung und Thomas „Tippi“ Brehm wäre ein Leben ohne Fußball im Kreise der Klüt-Mitstreiter fast unvorstellbar.

„Die Vereinsgründung mit Satzung, der Eintragung ins Vereinsregister und Aufnahme in den Landessportbund hatte für uns auch einen besonderen Charme“, wie es Klaus Laeger, der seit 34 Jahren als Vorsitzender das Zepter fest in der Hand hält, heute nennt. „Denn nach der Gründung des Vereins FC Klüt konnten wir im Bereich der Stadt Hameln auch Ansprüche auf eine Sportstätte geltend machen.“ Und dem Verein stand auch die Sportförderung zu. Mit dem jahrelangen Wald- und Wiesenkick war es also vorbei. Der FC Klüt fand seine erste sportliche Heimat. Am 1. Oktober 1979 durften die „Klütler“, bei denen sich inzwischen auch eine spielfreudige Hobby-Volleyballmannschaft heimisch fühlt, erstmals in der damals kleinen Turnhalle der Hermannschule zaubern. Und im Herbst 1985 folgte der Umzug von der Dreierschen Wiese an die Breslauer Allee, wo die filigranen Ballkünstler, Mittelfeldstrategen, Grobtechniker, Abräumer und natürlich die großen Kämpfer des FC auf dem TC-Platz richtig sesshaft geworden sind. „Wenn wir dienstags dort trainieren, sind fast immer mehr als 20 Spieler dabei“, sagt Laeger, dem seit drei Jahrzehnten Karl-Heinz Lege als Stellvertreter zur Seite steht, mit viel Stolz. „Wir zählen derzeit 94 Mitglieder, und darunter sind immer noch viele ehemalige Aktive, die uns die Stange halten.“



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