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Oldies mit Pfiff: Werner Schindler (77) und Manfred Kühne (68) sind zusammen 100 Jahre im Einsatz

Wir sind das „Dino-Duo“ der Schiedsrichter

Fußball (rhs). „Ich bin stolz darauf, in meiner gesamten Schiedsrichterkarriere nur zweimal zum roten Karton habe greifen müssen“, so Manfred Kühne, seit genau einem halben Jahrhundert Unparteiischer in Diensten von Preußen 07. Deshalb wurde ihm bei der Hauptversammlung der Hameln-Pyrmonter Referees auch großer Beifall zuteil, als ihm Kreisvorsitzender Andreas Wittrock die goldene Verdienstnadel des NFV sowie eine Plakette der Vereinigung überreichte. Dass der 68-jährige, der noch immer Jugendspiele leitet und sich auch als Beobachter zur Verfügung stellt, ein so souveräner Spielleiter war, ist nicht nur seiner moderaten Art und Ausgeglichenheit zu verdanken, sondern auch seinen Erfahrungen als ehemaliger Jugend-Auswahl- und Amateuroberligaspieler sowie später als B-Lizenztrainer mit Stationen in Hameln, Hessisch Oldendorf und Bad Pyrmont.

veröffentlicht am 02.06.2010 um 14:57 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:21 Uhr

In dieser Zeit trat er zwar bei der Pfeiferei etwas kürzer, hängte aber nie seine schwarze Montur an den Nagel, sondern sprang ein, wenn es Probleme mit der Besetzung eines Spieles gab. „Auf Manni war immer Verlass, er hat uns selten einen Korb gegeben“, so das einhellige Urteil der Ansetzer, die ihm gern Spiele im Jugendsektor gaben, weil hier die Grundlagen für das spätere Verhältnis Spieler – Schiedsrichter gelegt werden. „Dort hat er nur positive Akzente gesetzt.“

Seine vermittelnde Art ist auch im Jugend-Sportgericht gefragt, wo seine Meinung als untadeliger Sportsmann mit Allroundwissen hohes Gewicht hat. „Solange es meine Gesundheit, die schon einmal auf der Kippe stand, zulässt, werde ich auch weiterhin als 23. Mann auf Fußballplätzen zu finden sein. Denn es ist das beste Jugend-Elixier, dass man sich vorstellen kann“, macht er seinen Kollegen Mut, nicht zu früh Kluft und Pfeife an den Nagel zu hängen. Ebenfalls auf 50 Jahre Schiedsrichtertätigkeit blickt Werner Schindler (TSG Emmerthal) zurück. Der 77-jährige, der die gleichen Auszeichnungen wie Manfred Kühne erhielt, hat im November schweren Herzens Abschied davon nehmen müssen, weiterhin Altherren- und Altligaspiele zu pfeifen, da ihm die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung machte.

Auch seine jahrzehntelange Tätigkeit als Ansetzer („Ich war in allen Klassen am Ball“) hat der frühere Fußballer aufgeben müssen. „Dennoch bleibt Fußball mein Leben, hat mich geprägt und mir viele Freundschaften beschert.“

Schiedsrichter aus Leidenschaft: Werner Schindler (77, links) und Manfred Kühne (68).

Foto: rhs



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