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Springes Torjäger Dennis Offermann zum Bezirksliga-Hit, seinem Ex-Klub Preußen Hameln 07 und seiner Zukunft

„Wir kommen nicht nach Halvestorf, um zu verlieren“

Fußball. Am Piepenbusch in Halvestorf wird am Sonntag zwar nicht die Hütte brennen, doch für reichlich Dampf sorgt das Bezirksliga-Derby zwischen der SSG Halvestorf und dem FC Springe (15 Uhr) mit Sicherheit. Immerhin treffen der Zweite und Dritte der siebten Liga aufeinander, und da will natürlich keine der beiden Mannschaften freiwillig das Feld räumen. Vor dem brisanten Duell sprach Klaus Frye von der Dewezet-Sportredaktion mit Springes Torjäger Dennis Offermann über das Topspiel des Wochenendes und die aktuelle Situation im heimischen Fußball.

veröffentlicht am 26.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

Dennis Offermann, ihr Trainer Franz Genschick hat die Halvestorfer im Spiel gegen Evesen noch einmal unter die Lupe genommen. Reicht es zum Springer Sieg im Gipfeltreffen?

Wir kommen auf jeden Fall nicht nach Halvestorf, um zu verlieren. Für uns ist alles drin, wenn wir von Beginn an ins Spiel finden und uns gegenüber der letzten Begegnung deutlich steigern.“

Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen der Halvestorfer?

Die Qualitäten liegen in der Offensive. Da müssen wir vor allem Schiermeister und Magerkurth in den Griff bekommen. Aber in der Abwehr haben die auch ihre Probleme. Durch die Ausfälle von Oliver Bock und Hauke Martensen musste Trainer Ralf Fehrmann umbauen. Dadurch fehlt ihm mit Matthias Günzel ein ganz wichtiger Mann im Mittelfeld.

Die Halvestorfer haben die Meisterschaft fest im Blick. Trauen Sie der SSG auch den Aufstieg in die Bezirksoberliga zu?

Die Meisterschaft traue ich ihnen schon zu, denn gemessen an der Qualität der Einzelspieler stellt Halvestorf die stärkste Mannschaft der Liga. Doch in der Aufstiegsrunde ist in dieser Saison alles möglich. Da hängt viel vom unbedingten Willen der Spieler ab. Die meisten Halvestorfer bringen aber die nötige Erfahrung mit. Gerade bei den Pokalspielen gegen Goslar und Eintracht Braunschweig haben sie gezeigt, dass sie auch mal über ihre Grenzen gehen können. Das ist in einer Aufstiegsrunde ein ganz wichtiger Faktor.

Wie plant man künftig beim FC Springe. Werden Sie auch in der kommenden Saison am Deister Tore schießen?

Ich bleibe weiterhin in Springe. Hier sorgt eine gute Führung für eine klare Struktur, und auch die Weichen für die Zukunft sind schon gestellt. Der Meisterzug ist nach dem schwachen Start in dieser Saison zwar abgefahren, doch den dritten Platz wollen wir auf jeden Fall halten. Die Mannschaft wurde für die kommende Saison punktuell verstärkt, um dann im Kampf um die Meisterschaft mitzuspielen. Der Aufstieg in die Bezirksoberliga ist unser mittelfristiges Ziel.

Kommen wir zu einem anderen Thema. Sie haben vor dem Wechsel nach Springe bei Preußen Hameln 07 gespielt. Wie sehen Sie die aktuelle Situation beim Oberligisten?

Sportlich haben die Hamelner bislang eine ganz starke Saison gespielt, die deutlich mehr Zuschauer verdient gehabt hätte. Ein großes Lob muss ich Trainer Kai Oswald aussprechen. Die Spieler sind konditionell sehr gut drauf und auch taktisch stellt er seine Mannschaft clever ein. Kai strahlt vor allem die nötige Autorität aus und zeigt seinen jungen Spielern genau zum richtigen Zeitpunkt, wo es lang geht.

Bei Preußen 07 ist aber nicht alles positiv?

Natürlich nicht, denn es gibt hier noch viele Baustellen. Vor allem muss bei den Preußen wieder Ruhe einkehren. Denn in der jetzigen Situation ist es nicht einfach die nötigen Verstärkungen für die in der kommenden Saison eingleisige Oberliga zu holen.

Zum Abschluss noch eine Frage zur aktuelle Situation in der Kreisliga. Welchem Verein trauen Sie den Sprung in die Bezirksliga zu?

Die Kreisliga hat sich sehr positiv entwickelt. Der große Favorit SV Lachem verstärkte sich noch einmal, um den Aufstieg endlich zu packen. Aber auch Germania Hagen, der TSV Klein Berkel und die TSG Emmerthal stellen sich immer besser auf. Da wird auch guter Fußball gespielt.

Alarmstufe eins im Strafraum! Vor dem Tor, wie hier gegen die SpVgg. Bad Pyrmont, soll Springes Torjäger Dennis Offermann am Sonntag auch in Halvestorf für reichlich Wirbel sorgen.

Foto: aro



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