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Vor dem Bezirksliga-Derby in Bad Pyrmont: Lachems Trainer Tarik Önelcin zieht Zwischenbilanz

„Wir haben nichts zu verlieren“

Bezirk Hannover. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagt Lachems Trainer Tarik Önelcin oor dem Derby gegen die SpVgg. Bad Pyrmont (So., 14 Uhr) in der Fußball-Bezirksliga. Sein Team sei im Derby zwar Außenseiter, „aber wir sind nicht chancenlos“.

veröffentlicht am 06.11.2015 um 14:20 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

Tarik Önelcin, am Sonntag reisen Sie mit dem SV Lachem zur SpVgg. Bad Pyrmont, die sich zuletzt mit einem 2:0-Sieg beim Bezirksliga-Tabellenführer FC Stadthagen eindrucksvoll zurückgemeldet hat. Pyrmont galt vor der Saison als Titelfavorit. Zittern Sie schon?

Nein. Wir haben vor gar keinem Gegner in der Bezirksliga Angst. Warum auch? Vor Pyrmont habe ich aber großen Respekt. Die Mannschaft ist wesentlich stärker, als der sechste Tabellenplatz vermuten lässt. Und mit Philipp Gasde hat Pyrmont einen Top-Trainer, der einen super Job macht. Wir sind am Sonntag zwar Außenseiter, aber nicht chancenlos. Wir spielen auf Sieg. Schließlich haben wir nichts zu verlieren.

Das klingt selbstbewusst…

Das können wir auch sein. Wir sind seit drei Spielen ungeschlagen und haben mit sieben Punkten eine kleine Serie hingelegt. Wir brauchen uns vor Pyrmont nicht verstecken, auch wenn bei uns einige wichtige Spieler fehlen. Bujamin Kiki ist nach der fünften gelben Karte gesperrt. Philipp Schneider ist im Urlaub. Und auch unser Torjäger Soner Aslan droht auszufallen, weil er am Sonntag arbeiten muss. Ich habe aber keine Zweifel, dass wir die Ausfälle kompensieren können. Schließlich war Aslan auch beim 3:3 in Evesen nicht dabei. Trotzdem haben wir drei Tore geschossen. Wenn wir am Sonntag so spielen, wie in den letzten drei Partien, haben wir auch gegen Pyrmont eine Chance. Davon bin ich überzeugt.

Obwohl sich Lachem in der Vergangenheit gerade auswärts oft schwergetan hat?

Unsere Auswärtsbilanz ist jetzt schon besser als vergangene Saison. Da haben wir in 15 Spielen nur fünf Punkte geholt, jetzt haben wir schon sieben, obwohl die Hinrunde noch nicht einmal vorbei ist.

Dafür läuft es zu Hause nicht mehr so gut.

Das stimmt leider. Wir haben etwas von unserer Heimstärke eingebüßt. Die Heimbilanz ist mit drei Siegen und drei Niederlagen zwar ausgeglichen, könnte aber besser sein. Keine Frage.

Ihre Mannschaft zeigt in dieser Saison zwei Gesichter. Mal spielt sie stark wie beim 3:3 gegen Evesen. Mal spielt sie erschreckend schwach wie bei der 0:10-Pleite in Tündern. Wie sind diese Leistungsschwankungen zu erklären?

Ich weiß nicht, was in Tündern los war. Da war ich nicht dabei. So etwas darf nicht passieren. Aber so ist nun mal Fußball: mal spielst du gut, mal schlecht. Wir haben in dieser Saison schon einige Punkte liegen lassen. Gleich am ersten Spieltage haben wir eine völlig unnötige 2:3-Heimniederlage gegen Holzminden kassiert. Und auch gegen Boffzen dürfen wir zu Hause nicht mit 0:2 verlieren. Wir hätten schon sechs Punkte mehr auf dem Konto haben können. Dann wären wir jetzt Vierter oder Fünfter – und nicht Tabellenzehnter.

Der SV Lachem hat nur ein Fünf-Punkte-Polster bis zur Abstiegszone…

Und das kann bei der Drei-Punkte-Regel auch schnell weg sein, denn wir haben jetzt gegen Bad Pyrmont, Stadthagen und Stadtoldendorf drei schwere Spiele vor uns. Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht nach hinten durchgereicht werden. Aber wenn wir so spielen wie zuletzt, mache ich mir keine Sorgen. Starke Mannschaften, die guten Fußball spielen, liegen uns mehr als Gegner, die sich hinten reinstellen und mauern.

Was haben Sie mit dem SV Lachem für Ziele? Ist mittelfristig auch die Landesliga möglich, wenn es gut läuft?

Erst einmal wollen wir wieder den Klassenerhalt schaffen und uns in den nächsten Jahren in der Bezirksliga etablieren. Über die Landesliga mache ich mir noch keine Gedanken. Da müssten wir uns noch enorm verstärken.

Man munkelt, dass Sie Interesse an Ismail Demir, Yves Hackl und Egcon Musliji von der SG Hameln 74 haben sollen. Stimmt das?

Wenn die Spieler auf dem Markt wären und Interesse hätten, zu uns zu wechseln, hätte ich nichts dagegen. Wir können die eine oder andere Verstärkung noch gut gebrauchen.

Bleiben Sie denn Trainer?

Das hängt davon ab, ob wir den Klassenerhalt schaffen und der Vorstand weiter mit mir als Trainer weiterarbeiten will.

Interview: Andreas Rosslan



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