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Neuer Trainer, altes System: Milan Rukavina peilt mit Landesliga-Aufsteiger SSG Halvestorf den Klassenerhalt an

„Wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen“

Fußball (aro). Milan Rukavina hat wieder Blut geleckt. Ein halbes Jahr Pause gönnte sich der neue Trainer der SSG Halvestorf nach seinem kurzen Intermezzo beim HSC BW Tündern, wo er im November vergangenen Jahres nach der 0:2-Pleite gegen Wunstorf das Handtuch warf. Jetzt ist sein Akku wieder voll. Obwohl Rukavina als Trainer hinter Wunschkandidat Jan Baßler nur zweite Wahl war, hat der Kroate keine Sekunde gezögert, den Trainerjob am Piepenbusch zu übernehmen. Nachdem Rukavina in Tündern als Trainer mit 14 Spielen ohne Sieg sein Waterloo erlebte, will er es jetzt noch einmal wissen: „Ich will auch mir persönlich beweisen, dass ich es besser kann.“ Dass sein Vorgänger Ralf Fehrmann, der die SSG in der Bezirksliga zum Titel und zum Pokalsieg führte, sehr große Fußstapfen hinterlassen hat, ist für ihn aber eher eine Herausforderung – und keine Belastung.

veröffentlicht am 15.07.2010 um 15:25 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:46 Uhr

Die Erfolge der vergangenen Saison sind für den neuen SSG-Coach Schnee von gestern. Sein Blick richtet sich nach vorne: „Wir fangen wieder bei null an und dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen“, drückt Rukavina nach dem umjubelten Aufstieg in die Landesliga auf die Euphoriebremse. Der Trainer weiß, wovon er spricht: „In der Landesliga weht ein anderer Wind als in der Bezirksliga. Wenn wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben wollen, müssen wir in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze gehen.“ Denn der Aufsteiger aus Halvestorf muss mindestens Zwölfter werden, um auf der sicheren Seite zu sein.

Sorgen bereitet Rukavina zwar der kleine Kader, weil die Saison sehr lang ist: „Ich hoffe, dass wir vom Verletzungspech verschont bleiben.“ Was das Potenzial des 19-köpfigen Teams angeht, sei die SSG sehr gut aufgestellt. Zwar haben mit Hauke Martensen, Johannes Sfalanga, Maximilian Magerkurth und Steve Diener vier Spieler den Verein verlassen. „Aber mit Anatoli Deck, Timo Möller, Jan-Niklas Bleil, Leonard Menzel, Burak Öz und meinem Bruder Francesko haben wir uns ganz gut verstärkt“, sagt Rukavina, der auch Björn Bertram überzeugen konnte, noch ein Jahr dranzuhängen. Und auch Patrick Schiermeister, der auch Angebote anderer Klubs hatte, bleibt. „Beide sind für uns sehr, sehr wichtig. Das Einzige was uns jetzt noch fehlt, ist ein typischer Torjäger. Und vielleicht noch ein Abwehrspieler.“ Weil die Saisonvorbereitung diesmal sehr kurz ist, lässt Rukavina bis zu sechsmal pro Woche trainieren. Sein erster Eindruck von den Spielern sei sehr positiv: „Die Jungs ziehen voll mit.“ Was die taktische Grundordnung angeht, wird sich bei der SSG nichts ändern. Das Spielsystem mit einer Viererkette in der Abwehr, zwei defensiven und drei offensiven Mittelfeldspielern und nur einem Stürmer habe sich in der vergangenen Saison bewährt und sei seiner Elf auf dem Leib geschneidert. Das Saisonziel der SSG sei zwar der Klassenerhalt. Aber auch ein Platz unter den Top 10 sei durchaus möglich. „Ich gehe davon aus, dass der SV Bavenstedt, Germania Egestorf, der TSV Burgdorf, TuS Kleefeld und der VfL Bückeburg um den Titel spielen werden. Vielleicht gelingt es uns ja, den einen oder anderen Favoriten zu ärgern.“

Neue Gesichter am Piepenbusch: Anatoli Deck (vorne, links), Jan-Niklas Bleil und Francesco Rukavina sowie Burak Öz (hinten, links), Trainer Milan Rukavina und Timo Möller (alle SSG Halvestorf).

Foto: nls



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