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Handball: Mündens Coach ist heiß auf das Duell gegen seinen Ex-Klub VfL Hameln

Wiedersehen mit Dominic Leinhart

HAMELN. „Gute Freunde kann niemand trennen“, die Schnulze, mit der sich schon vor 51 Jahren Deutschlands Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer bis in die deutschen Charts trällerte, könnte in der Handball-Oberliga der Hallensprecher der TG Münden ruhig mal wieder auflegen.

veröffentlicht am 24.11.2017 um 16:57 Uhr

Dominic Leinhart (re.) wirbelte in seiner Hamelner Regionalliga-Zeit auch gegen seinen heutigen Verein TG Münden. Foto: DWZ/Archiv
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Denn wenn der VfL Hameln (Sa., 19.15 Uhr) beim Aufsteiger in der Dreiflüssestadt aufläuft, werden bei einigen Akteuren jede Menge Erinnerungen wach.

„Wiedersehen macht Freude“ heißt es vor allem bei Mündens Trainer Dominic Leinhart, denn der trug zu Regionalliga-Zeiten viele Jahre das Hamelner Trikot. Jetzt sitzt der ehemalige Kreisläufer, der auch für den HSV Hannover in der 2. Liga spielte, bei der TG auf der Bank. Mit Erfolg, denn der „Hagener Junge“ führte seine Mannschaft in seinem ersten Trainerjahr gleich zurück in die vierthöchste Spielklasse. Und im Kampf um den hier angestrebten Klassenerhalt sind die ersten drei Siege bereits unter Dach und Fach. In der Heimpartie gegen seinen Ex-Verein, der er schon entgegenfiebert, sieht er den letztjährigen Vizemeister in der Rolle des Favoriten. „Der VfL gehört in der Tabelle eigentlich weiter nach oben. Aber die haben ja auch viele Verletzte“, weiß Leinhart und macht deshalb auch keinen Hehl daraus, dass er gerne beide Punkte behalten würde: „Natürlich haue ich auch gerne mal eine Mannschaft von oben weg. Das wird zwar eine richtig schwere Nummer, doch wir können jeden Punkt gebrauchen. Und für mich ist das kein normales Spiel, das hat schon eine besondere Bedeutung, wenn man gegen seinen ehemaligen Verein spielt.“ Eine besondere Option wollte sich der 34-jährige Maschinenbau-Ingenieur und stolze Vater einer kleinen Tochter partout nicht entlocken lassen. Ob er sich ausgerechnet gegen seine alten VfLer selbst noch einmal das Trikot überstreifen würde? Denn spielerisch ist er noch voll im Saft und könnte am Kreis für jede Menge Alarm sorgen – gelernt ist eben gelernt. Sein Einsatz würde auf jeden Fall die Pläne seines Hamelner Trainerkollegen Frank Huchzermeier total über den Haufen werfen.

Während der Partie in der Sporthalle an der Mitscherlichstraße bleibt die Freundschaft zwar in der Kabine, nach dem Schlusspfiff wird sie bestimmt wieder richtig aufblühen. „Ich freue mich schon riesig, mit Olli Glatz und Frank Rosenthal mal wieder alte Kumpels zu treffen“, sagte er im Vorfeld. „Und natürlich Andi Gödecke, schließlich haben wir beide schon in der Jugend zusammen in Bad Pyrmont gespielt.“

Dominic Leinhart, Trainer der TG Münden
  • Dominic Leinhart, Trainer der TG Münden

Gödecke, der erfahrene Kreisläufer und Abwehr-Recke des VfL, ist zwar noch nicht wieder fit, doch die weite Tour nach Münden lässt er sich nicht nehmen: „Da hat man sich dann auch einiges zu erzählen.“ Auf dem Spielfeld kann Hamelns Routinier die Mündener aber nicht in die Bredouille bringen. Er fällt aufgrund einer Knöchelverletzung weiterhin aus und schilderte kurz seinen aktuellen Leistungsstand: „Bis auf die ersten Versuche auf einem Laufband ist noch nicht viel passiert.“ Und Gödecke ist nicht der einzige VfLer, auf den Trainer Frank Huchzermeier verzichten muss. Seine Streichliste ist deutlich länger. Wegen seines Knorpelschadens am Knie wird Torben Höltje erneut zuschauen müssen. Dazu fehlen Heiko Heemann und Johannes Evert aus beruflichen Gründen.

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