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30:32 gegen Minden – Springes Trainer Lakenmacher von Zweitore-Niederlagen genervt

Wieder nur nah dran

Hameln. Die Handballfreunde Springe haben in der 2. Bundesliga vor über 1000 Zuschauern in der Hamelner Rattenfängerhalle dem Tabellenführer GWD Minden zwar eindrucksvoll Paroli geboten, aber am Ende eine knappe 30:32 (15:16)-Heimniederlage kassiert.

veröffentlicht am 25.10.2015 um 20:34 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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Autor:

von Klaus Frye

Noch nie wackelte der Spitzenreiter der 2. Handball-Bundesliga in dieser Saison so gewaltig, wie in der Hamelner Rattenfänger-Halle. Die Handball-Freunde Springe waren gegen den deutschen Ex-Meister GWD Minden beim 30:32 (15:16) wieder ganz nah dran. Doch am Ende blieb alles wie gehabt: Wer in der Tabelle oben steht, hat auch das nötige Glück. Und Springe stand erneut mit leeren Händen da.

Dennoch sahen 1200 Zuschauer von den Handball-Freunden 60 Minuten Klasse-Handball. Ein Spiel mit reichlich Höhen und kaum Tiefen. Und wer in der zweiten Halbzeit den Zusammenbruch der Männer vom Deister befürchtet hatte, musste sich von Maximilian Kolditz und Co. eines besseren belehren lassen. Dafür, dass die Springer dran blieben, sorgte nach dem Seitenwechsel vor allem Neuzugang Faruk Halilbegovic. Der hielt mit sechs Treffern seinen neuen Verein immer wieder im Spiel. Selbst als die Gäste, bei denen Aleksandar Svitlicar als neunfacher Torschütze im Blickpunkt stand, fünf Minuten vor dem Abpfiff die Führung auf 30:27 ausbauten, brach der Aufsteiger keinesfalls zusammen.

Im Gegenteil. HF-Trainer Sven Lakenmacher warf noch einmal die Grüne Karte und nahm nach der Auszeit zwei Mindener durch Manndeckung aus dem Betrieb. Da hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Bänken. Beim 29:31 folgte für die letzten 90 Sekunden sogar eine aggressive „Indianerdeckung“. Die brachte Minden zwar in Not, aber nicht mehr um die Punkte. Mehr als der 30:31-Anschlusstreffer – erneut traf Halibegovic – sprang nicht mehr heraus. Mit Routine und der nötigen Cleverness brachten die Grün-Weißen das Spiel über die Zeit. So blieb das letzte Tor zum 30:32 auch nur noch für die Statistik. Nach dem Abpfiff sah man bei Trainer Lakenmacher die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Ich kann Zweitore-Niederlagen einfach nicht mehr sehen.“ Doch seinen Spielern zollte er ein Riesenlob: „Das war kämpferisch und spielerisch eine ganz starke Leistung.“ Verständlich, dass sein Mindener Kollege Frank Carstens nach dem Arbeitssieg seiner Truppe keine Bestnoten verteilte: „Mit der spielerischen Qualität konnte ich weder in der ersten noch in der zweiten Halbzeit zufrieden sein.“ Manager Horst „Hotti“ Bredemeier brachte es auf den Punkt: „Eine dürftige Leistung. Aber wir haben 21:1 Punkte, und das allein zählt.“

HF Springe: Wetzel, Wendland – Kolditz (7/5), Eichenberger, Coors (3), Bosy, Fauteck, Pietak (5), Kastening (4), Halibegovic (6), Ossenkopp (4), Pollex (1), Tesch.



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