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Karsten Stöck vom FC Klüt ist jetzt Trainer / 14 Fußballer aus dem Kreis erwerben die C-Lizenz

Wie ein eisenharter Verteidiger Fairness lernt

Von Rolf Henning Schnell

veröffentlicht am 10.05.2010 um 17:42 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:21 Uhr

Fußball. Konnte er bisher seinem Sohn Robin (11), Leistungsträger bei den D-Junioren von Preußen 07, als Betreuer nur Tipps aus seiner eigenen Spielerlaufbahn (u. a. in Börry und Hameln) geben, so ist Karsten Stöck ab sofort in der Lage, als ausgebildeter C-Lizenz-Trainer fundiertes Wissen an seinen Sprössling weiterzugeben.

Denn der 41-Jährige ältere Bruder des erfolgreichen Preußen-Verbandsligaspielers Thomas Stöck, zugleich Mitglied des FC Klüt Hameln, gehörte zu den 14 erfolgreichen Absolventen, die unter Leitung von Lehrwart Siegfried Motzner und seines Stabes den „Breitenfußballlehrgang – Profil Kinder/Jugend“ erfolgreich hinter sich gebracht haben. „Die 120 Stunden Ausbildung, die sich wochentags in den Abendstunden abspielten, waren ziemlich stressig“, blickt der EDV-Experte in Diensten des Landkreises auf den Lehrgang in Hameln zurück. Aber er habe keine Minute bereut, die er schwitzend hinter den Themen-Fragebögen saß, an den Lippen seiner Ausbilder hing oder sich akribisch auf seine Lehrprobe vorbereitete. Unter dem Strich habe sich aber Aufwand und Mühe für ihn gelohnt. Denn jetzt fühle er sich fit, zumindest als Co-Trainer aktiv zu werden. „Und wenn ich es zeitlich hinkriege, werde ich auch noch einen der sich anschließenden Leistungslehrgänge zu besuchen, um noch tiefer in die Materie einzusteigen und auch für das Traineramt im Herren- oder Frauenbereich qualifiziert zu sein.“

War er während seiner früheren eigenen Karriere auf dem Rasen ein eisenharter Verteidiger, der sich so manche Karte einhandelte, so hat sich bei ihm nicht erst beim Lehrgang die Erkenntnis durchgesetzt, dass Fairness und damit die Gesundheit des Gegenspielers absolute Priorität hat.

Karsten Stöck. Foto: rhs

„Wenn wir als ausgebildete Trainer diese Maxime stets beherzigen, dann sind wir auch gute Vorbilder für die Jugend“, schreibt er den vielen Trainern auf dem Jugendsektor, übrigens noch sehr viele ohne Lizenz, dabei ins Stammbuch. Übrigens: Zu den weiteren frischgebackenen Trainern gehören Robert Bratsch (SSV Königsförde), Andreas Flade, Marius Graw (beide TB Hilligsfeld), Simon Erzgräber, Sebastian Göbel, Jan Krause (alle Germania Reher), Hassan Hamadi, Alexander Liebegott, Tobias Rügge (alle HSC BW Tündern), Lutz Klingen, Ingo Schmedecke (beide SV Hastenbeck), Kai Steding (TSV Grohnde) und Adrian Suslik (SG Hameln 74).

Wie man sieht, befinden sich etliche, noch aktive Spieler darunter, denen der Einsatz auf dem Rasen anscheinend nicht genügt, sondern die zukünftig auch am Spielfeldrand agieren wollen.



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