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KC Hameln hat große Ziele und will nun auch in der höchsten deutschen Leistungsklasse kräftig in die Paddel hauen

Wie Drachen den „Weissen Hai“ durch die Weser jagen

Kanusport. Wenn sie, von rhythmischen Trommelklängen begleitet, ihre 1,30 Meter langen Stechpaddel bis zu 90 mal pro Minute in die Fluten hämmern und mit kräftigen Armzügen ihren „Weißen Hai“ so richtig in Fahrt bringen, dann ist die 20-köpfige Boots-Crew der „KC Hameln Drachen“ in ihrem Element.

veröffentlicht am 23.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

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Bereits ein Jahr nach der Gründung kann sich das derzeit einzige sportliche Aushängeschild des Kanu-Clubs Hameln über zahlreiche Erfolge und Spitzenplatzierungen auf bundesdeutschen Regatten freuen. Zwar hat es für das komplette Team, das aus 20 Paddlern im Alter zwischen 22 (Julia Nolte) und 66 Jahren (Manfred Heidotting) besteht, bisher noch nicht im eigenen Boot zur Teilnahme an der DM gereicht.

Aber dennoch kehrten einige Besatzungsmitglieder im Vorjahr von der Deutschen Meisterschaft aus München-Schleißheim mit den ersten Medaillen zurück. Sie waren dabei von verschiedenen Gastbooten angeheuert worden, und feierten wie Enrico Korschinek, Cornelia Meyer-Burgdorff, Sabine Sander-Christ, Michaela und Stephan Wollborn sowie Dieter Berg auf Anhieb zweite Plätze oder kamen wie Katja Nest, Josef Blume und Michael Wolka als Dritte ins Ziel.

Durch Spitzenplätze bei Regatten in Hannover, Beverungen, Rinteln, Minden, Herford und Hameln haben die „KC Hameln Drachen“ das Kunststück geschafft, innerhalb kürzester Zeit in die höchste Leistungsklasse aufzusteigen. „Bereits Pfingsten müssen wir uns erstmals in dieser Klasse beim „Dragon-boat-Race“ auf dem Maschsee der Konkurrenz stellen“, freut sich Trainer und Sportwart Stephan Wollborn. Er selbst, der im Boot in der ersten Reihe sitzt, also direkt vor dem Trommler, ist genauso gespannt wie Teamkapitän Cornelia Meyer-Burgdorff auf das Abschneiden beim stets hochkarätig besetzten Drachenboot-Festival, das im August in Schwerin steigt. „Höhepunkt und krönender Abschluss werden allerdings die am ersten September-Wochenende in Duisburg stattfindenden Deutschen Meisterschaften sein, wo wir uns erstmals der Konkurrenz von mehr als 40 Booten auf der Kurz- und Mittelstrecke stellen werden“. Um überall mit den Top-Teams mithalten zu können, trainieren die „Drachen“ derzeit nicht nur drei- bis fünfmal in der Woche auf der Weser, sondern haben in den Wintermonaten auch die Rattenfängerhalle zum Zirkel-Training sowie das Fitnessstudio für Kraftübungen genutzt. „Ich bin mir sicher, dass das intensive Wintertraining sich bei unseren neuen sportlichen Herausforderungen auszahlen wird“, so Wollborn, dem nur der fehlende Nachwuchs Sorgen macht. Um neue Jungen und Mädchen (ab 13 Jahren) anzulocken, will der Verein nicht nur die Werbetrommel rühren, sondern in Kürze auch ein kürzeres Jugendboot mit sechs Bänken anschaffen.

„Es wäre schön, wenn zu den bereits vorhandenen sieben Interessenten sich weitere hinzugesellen würden“, ist der größte Wunsch des Hamelner Sportwartes.

Training ist alles: Der KC Hameln Drachen bereitet sich akribisch auf der Weser für seinen großen Ziele in der höchsten deutschen Leistungsklasse vor.

Foto: rhs



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