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2009 wurde Kai Lücke vom Verletzungspech verfolgt

Wetten, dass ihm das Hufeisen Glück bringt?

Schlimmer geht’s fast nimmer: 2009 stand für den Kreisligakicker Kai Lücke unter keinem guten Stern. Deshalb ist er auch froh, wenn „das schlimmste Jahr, das ich bisher als Fußballer erlebt habe“, endlich vorbei ist. Erst bekam der 33-Jährige einen Bandscheibenvorfall, dann brach er sich den großen Zeh. Damit nicht genug: Es folgte noch eine Blinddarmoperation, bei der sein behandelnder Arzt auch noch feststellte, dass der Dickdarm entzündet ist.

veröffentlicht am 30.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 17:26 Uhr

Das rostige Hufeisen soll Afferdes Pechvogel Kai Lücke für das n
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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Das rostige Hufeisen, das der „symphatische Schweiger“, wie Eintracht Afferdes Trainer Michael Söchting sein Stehaufmännchen nennt, soll ihm für das neue Jahr Glück bringen. „Das kann ich nach so viel Verletzungspech auch gut gebrauchen“, sagt der defensive Mittelfeldspieler, der nach monatelanger Zwangspause beim SSK-Cup im Januar endlich sein Comeback feiern will. Für seinen Trainer ist Lücke der „Pechvogel des Jahres“. Die Spiele, die er in der Hinrunde gemacht hat, kann Lücke an einer Hand abzählen. Seine Pechsträhne begann Mitte des Jahres: am 13. Juni. „Bis dahin lief es eigentlich ganz gut. Nachdem ich in der Winterpause mit meinem Bruder Willi zusammen von Remte zur Eintracht kam, war ich auf einem guten Weg mir einem Stammplatz zu erkämpfen.“ Doch den verlor er in der Sommerpause, „weil ich bei der Gartenarbeit einen Bandscheibenvorfall bekam“. Mit einer Schubkarre fuhr Lücke um die Ecke. „Und dann ging gar nichts mehr. Ich konnte mich kaum noch bewegen.“ Es dauerte zwei Monate, „bis ich wieder mit den Jungs trainieren konnte“.

Doch kurz nach seinem Comeback folgte prompt der nächste Rückschlag. Mitte Oktober zog sich der Kicker beim Hemeringen-Spiel nach einem Zweikampf einen Haarriss im rechten Zeh zu. „Die Schmerzen waren kaum auszuhalten. Aber ich habe beim Spiel auf die Zähne gebissen – bis zum Schluss.“ Als der gebürtige Afferder, der mit seiner Frau Carolina in Coppenbrügge lebt, am anderen Morgen aufwachte, „war mein Zeh dick und blau“. Einen Gips bekam er aber nicht. „Der Zeh wurde getaped. Das war´s.“ Spätestens vier Wochen später wollte Lücke wieder auf dem Trainingsplatz stehen. Doch dann machte ihm „höllische Bauchschmerzen“ erneut einen Strich durch die Rechnung. Bei der Arbeit spürte der Speditionskaufmann „plötzlich einen stechenden Schmerz, der immer schlimmer wurde“. Am Abend des 13. November ließ er sich ins Krankenhaus nach Gronau fahren, um sich von einem Arzt behandeln zu lassen. Die erste Diagnose: Verdacht auf Blinddarmentzündung. Dich bei der Operation wurde festgestellt, dass der Dickdarm entzündet ist.

Inzwischen ist er endlich wieder fit. Dem Comeback steht nichts mehr im Wege. „Ich hoffe, dass nichts mehr dazwischen kommt und ich endlich wieder das Trikot überstreifen kann.“ Seine Boker lagen lange genug ungenutzt in der Ecke. Den sportlichen Ehrgeiz hat er trotz der Rückschläge nicht verloren. Mit dem Gedanken, die Schuhe an den Nagel zu hängen, hat er noch nicht gespielt. „Das eine oder andere Jahr möchte ich noch in Afferde kicken.“

Abergläubisch ist Lücke (Sternzeichen: Skorpion) zwar nicht. Aber wenn man dem Horoskop für 2010 glaubt, steht ihm „ein turbulentes, aber schönes Jahr“ bevor. Die Astrologen raten allen „Skorpionen“ auf die Gesundheit zu achten: „Sie müssen sich zwar nicht in Watte packen, doch Bäume ausreißen können Sie auch nicht. Die richtige Mischung aus Ruhephasen und aktiven Momenten ist wichtig, um fit zu bleiben. Hören Sie dabei auf Ihren Körper.“ Schaden kann es ja nicht...

Endlich wieder am Ball: Kai Lücke ist nach langer Verletzungspause wieder fit fürs geplante Comeback beim SSK-Cup in Afferde.



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