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Der am Montag verstorbene Kapitän der 96-Meisterelf von 1954 setzte auch bei Preußen 07 Akzente

Werner Müller - in Hameln unvergessen

Als Kapitän führte er 1954 Hannover 96 beim 5:1-Sensationssieg gegen den 1. FC Kaiserslautern im Hamburger Volkspark-Stadion zur deutschen Fußballmeisterschaft. Am Montag hörte sein Herz auf zu schlagen. Im Alter von 86 Jahren verstarb in Gronau Werner Müller, der bei den „Roten“ als rechter Läufer der 96-Meisterelf zur Legende wurde. Aber auch in Hameln hat Werner Müller Sportgeschichte geschrieben.

veröffentlicht am 17.02.2012 um 00:01 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Hier begann 1948 seine für damalige Verhältnisse wohl als „Bilderbuch-Karriere“ zu bezeichnende Fußballzeit. Nach Kriegsgefangenschaft und sportlichem Neustart in Benstorf zog es ihn schnell zur Spielvereinigung Hameln 07, einem der Vorgängervereine der späteren SpVgg. Preußen Hameln 07. In der Amateuroberliga Niedersachsen, damals immerhin zweithöchste Liga im deutschen Fußball, zählte der in Osterwald geborene Werner Müller gleich zur Stammformation. Einer seiner Mitstreiter in der damaligen Mannschaft, die auch im heutigen Bürgergarten 13000 Zuschauer in einem Freundschaftsspiel gegen Schalke 04 begeisterte, war Kurt Kadelke.

1949 teilte Willi Runte, der als 18-jähriger aus Bad Pyrmont nach Hameln gewechselt war, mit Müller das Zimmer. Egal, ob bei Auswärts- oder Heimspielen, übernachtet wurde im damaligen Hotel Eilers. „Werner war ein väterlicher Freund für mich“, erinnert sich Runte gern zurück. In der Saison 1950/51 zog es Ludwig „Eugen“ Poehler, der schon 1938 mit Hannover 96 deutscher Meister geworden war, von der Weser zurück nach Hannover. Und Werner Müller nahm er gleich mit. Bis 1957 spielte er 158-mal für 96 in der Oberliga Nord. Danach stieg er ins Trainergeschäft ein. Den größten Erfolg hatte er ausgerechnet in Hameln, wo einst alles begann. 1970 führte er die Preußen souverän zur Meisterschaft in der Verbandsliga. Für Günther Hauschild bleibt Müller unvergessen: „Werner war menschlich ein toller Trainer. Einer der Besten und immer ruhig und sachlich.“

Abschied von ihrem Meisterkapitän nehmen die Fußballer von Hannover 96, aber auch alte Bekannte aus Hameln heute um 14 Uhr bei der Trauerfeier in Elze.

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Die Meisterschale fest in der Hand – 96-Kapitän Werner Müller bei der Siegerehrung der deutschen Meisterschaft 1954.

Foto: 96/Archiv



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