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Verfolger SV Lachem und Germania Hagen sind auf Ausrutscher der Motzner-Elf angewiesen

Wer kann den TSV Klein Berkel noch stoppen?

Fußball. Der Abstieg aus der Bezirksliga ist längst Geschichte. Beim TSV Klein Berkel richtet sich der Blick nach vorne. Der von Siegfried Motzner gecoachte Kreisliga-Tabellenführer hat den Titel ganz fest im Visier. Wer soll den TSV auf dem Weg zurück in die Bezirkliga eigentlich noch stoppen? Der SV Lachem-Haverbeck, TuS Germania Hagen oder vielleicht doch noch der VfB Eimbeckhausen?

veröffentlicht am 06.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 11:28 Uhr

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Andreas Rosslan Sportreporter zur Autorenseite

Fest steht: Die Hummetaler haben zurzeit die besten Karten, weil sie alle Trümpfe selbst in der Hand haben. Der TSV kann aus eigener Kraft Meister werden. Das ist eine komfortable Ausgangsposition. Nach 20 Spieltagen steht der TSV mit 54 Punkten auf Platz eins. Die Bilanz (18 Siege, zwei Niederlagen) kann sich zwar sehen lassen. Aber eine Titelgarantie ist das nicht. Das weiß auch Motzner. „Ich gehe davon, dass Hagen und Lachem am Ende ganz oben stehen.“ Der TSV-Coach bezweifelt, dass seine Mannschaft schon reif für den Titel ist: „Wir werden uns mit Eimbeckhausen um den dritten Platz streiten“, glaubt Motzner. „An der Tabellenspitze wird es bis zum letzten Spieltag spannend bleiben, weil sich die Topteams gegenseitig die Punkte abknöpfen werden.“

Großen Respekt hat Motzner vor den Teams aus Hemeringen, Wallensen, Emmerthal und Bisperode, „die den Mannschaften, die um den Titel mitspielen, das Leben ganz schön schwer machen werden“. Dem von Markus Schwarz gecoachten TSV traut er sogar zu, in der Tabelle noch Boden gutzumachen. Für den SV Lachem zählt in dieser Saison nur die Meisterschaft. Nachdem die Elf von Trainer Andreas Werk in der vergangenen Saison den angepeilten Aufstieg in der Relegation um ein einziges Tor knapp verpasste, soll es diesmal endlich klappen. Allerdings sind die Chancen nach dem mageren 2:2 in Wallensen gesunken. „Das Spiel hat gezeigt, dass wir keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen dürfen. Die zwei verlorenen Punkte könnten am Saisonende entscheidend sein“, befürchtet Lachems Pressesprecher Jürgen Ahrens. Wenn die Werk-Elf heute (19 Uhr) das Topspiel auf dem Hagen verlieren sollte, müssten die Kiki-Brüder und Co. sogar um Platz zwei bangen. „Deshalb dürfen wir nicht mit leeren Händen nach Hause kommen“, so Ahrens.

Für beide Teams ist die Partie ein Sechs-Punkte-Spiel. Das weiß auch Hagens Trainer Dirk Sölla. „Wir wollen die Chance nutzen, mit einem Sieg in der Tabelle an Lachem vorbeizuziehen“, betont Sölla, der sich nur ungern an die 0:3-Hinspielpleite erinnert. „Das war bisher unser schlechtestes Saisonspiel.“

Heute werden aber die Karten neu gemischt. Wer am Ende der Saison ganz oben steht, ist für Sölla noch völlig offen: „Ich gehe davon aus, dass am Ende die Mannschaft den Titel holt, die vom Verletzungspech verschont bleibt.“ Dass Hagen heute im Topspiel gegen Lachem voraussichtlich auf Matthias Krause, Toni Streubel, Krisztian Majer, Marco Pompa und Kevin Sölla verzichten muss, passt dem Coach gar nicht ins Konzept. „Das kann spielentscheidend sein, weil ich nicht jeden Spieler gleichwertig ersetzen kann.“ Laut Sölla werden Klein Berkel, Lachem und Hagen den Titel unter sich ausmachen. Eimbeckhausen hat der Coach der Germanen allerdings nicht mehr auf der Rechnung, „weil der Rückstand des VfB wohl schon zu groß ist“. Das sieht auch Eimbeckhausens Spielertrainer Michael Wehmann so. Er geht davon aus, dass Klein Berkel Meister wird. „Lachem und Hagen sind für mich zwar stärker als Klein Berkel. Aber den Vorsprung wird der TSV bestimmt nicht mehr aus der Hand geben.“ Wehmann, der mit 23 Treffern der Toptorjäger in der Kreisliga ist, hat sich mit dem VfB allerdings ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Wir wollen Zweiter werden“, kündigt der VfB-Coach an, dessen Vertrag auch für die Bezirksliga gilt, wie er bei der Verlängerung in der Winterpause mit einem Augenzwinkern betonte. Seine Zuversicht kommt nicht von ungefähr. Der VfB ist bisher das beste Team der Rückrunde. Allerdings will Wehmann dieses Zwischenhoch nicht überbewerten. „Die entscheidenden Spiele kommen ja erst noch.“ Als richtungsweisend bezeichnete Wehmann das nächste Auswärtsspiel gegen den TSV Bisperode, der momentan einen sehr starken Eindruck macht. „Das ist für uns nach der Winterpause der erste richtige Härtetest. Danach wissen wir, wo wir stehen“, so Wehmann.

Akrobatische Flugeinlage:

Klein Berkels Marco Blana (oben) überspringt Eimbeckhausens Torwart Steffen Schuster. Dennis Sürig (re.) schaut zu.

Foto: nls

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