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Hameln/Wolfsburg. Er hat den Sprung ins Bundesliga-Geschäft geschafft: Ex-Preuße Elk Jörn seit zwei Jahren Teammanager beim VfL Wolfsburg. 

veröffentlicht am 02.04.2015 um 11:51 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

Wolfsburgs Teammanager Elk Jörn im Gespräch mit AWesA-Praktikantin Mara Sander.

Hameln/Wolfsburg. Schon mal ein Hotel für Deutschlands Topspieler gebucht? Ein Trainingslager in Südafrika organisiert? Oder den Ablauf eines Bundesliga-Spieltags gemanagt? Und das mit 28 Jahren?  

 

Für Elk Jörn ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Seit zwei Jahren ist der ehemalige Spieler von Preußen Hameln 07 Teammanager eines Bundesligisten. Beim VfL Wolfsburg ist er mittendrin statt nur dabei. Wie ist so etwas möglich? „Der Schlüssel zum Erfolg war das Zusammenspiel aus glücklichem Zufall, Zuverlässigkeit und Fleiß“, lässt Elk Jörn durchblicken. 2011 war der heute 28-Jährige zur richtigen Zeit am richtigen Ort - und knüpfte als einer von 15 Assistenten bei der Frauen-WM in Wolfsburg entscheidende Kontakte. Dabei wollte Jörn eigentlich ein duales BWL-Studium ansteuern, Fußball nur als Hobby spielen, das er im Alter von vier Jahren in seinem Heimat-Club SC Völksen begann. In der B-Jugend zog es ihn dann in die Rattenfängerstadt. Mit der SpVgg. Preußen 07 schaffte er es bis in die Herren-Oberliga.

 

Die Frauen-WM kommt zur richtigen Zeit

 

Anschließend ging er nach Köln, wo er ein Sport-Management-Studium in Angriff nahm. Sein Ziel schon damals: Ein Job in der Bundesliga. Da kam die Frauen-Weltmeisterschaft im eigenen Land wie gerufen. Denn gleich nach der akademischen Ausbildung folgte Jörn dem Ruf aus der Autostadt. Der Job als Assistent bei der Frauen-WM in Wolfsburg war gleichzeitig das Sprungbrett in den bezahlten Fußball. Dass es letztendlich soweit kam, hatte Jörn nicht zuletzt einem Wink des Schicksals zu verdanken. Denn auch der „Faktor Glück“ schlug sich auf seine Seite. Beim VfL war plötzlich die Stelle des Geschäftsführer-Assistenten freigeworden. Und Jörn hatte sich schnell einen Namen gemacht. Besagte Zuverlässigkeit und Fleiß machten sich schnell bezahlt. Sein Vorgesetzter empfahl ihn nach „ganz oben“ - und die Verantwortlichen stimmten zu.

 

Sieben Arbeitstage keine Seltenheit

 

„Die Gespräche mit der Geschäftsführung verliefen erfolgreich, man konnte sich vorstellen, mit mir zu arbeiten“, erinnert sich Jörn an die „Geburtsstunde“ seiner Karriere. Die persönliche Herausforderung war groß, vor allem die Strukturen des Profi-Clubs und sein Aufgabenfeld mussten zunächst verinnerlicht werden. Januar 2013 dann der Wechsel in den sportlichen Bereich – Teammanager. Die Liste der Aufgaben ist lang und breit gefächert. Sieben Arbeitstage sind in der Bundesliga keine Seltenheit. Für Wolfsburgs Gegner ist er in Sachen Spielorganisation der direkte Ansprechpartner, ebenso für die Spieler des VfL. Kommunikation und Eigenständigkeit sind wichtige Schlagwörter seiner beruflichen Tätigkeit. „Ich kümmere mich auch darum, dass sich neue Spieler im Verein und in unserer Stadt schnell einleben und wohlfühlen“, erläutert Jörn. „Die Organisation von Haus- und Wohnungssuche sowie VISA-Anträge gehören genauso dazu.“ Und auch der sportliche Aspekt ist groß geschrieben. Denn Jörn steht in engem Kontakt zu Wolfsburgs Manager Klaus Allofs und Chefrainer Dieter Hecking. „Wir tauschen uns regelmäßigen zu Themen rund um das Team aus. Ich kümmere mich um Reiseplanungen, führe Statistiken und bin auch eine Schnittstelle zur Medienabteilung sowie zum Sponsoring“, schildert Jörn.

 

Jörn: „Leidenschaft für den Verein“

 

Das Leben als „Teammanager“ macht Spaß. Das merkt man Jörn deutlich an, wenn er von seinem Job erzählt. Mit seiner Freundin lebt er in Fallersleben, nur sieben Kilometer von der Volkswagen Arena entfernt. „Durch den Zusammenhalt, den ich in unserem Team beim VfL erlebe, entstand meine Leidenschaft für den Verein“, schwärmt der ehemalige Hamelner. Das sei es, was er an seinem Beruf liebt, der viele Emotionen liefert: „Man arbeitet die ganze Woche auf ein gemeinsames Ziel hinaus - den Sieg im nächsten Spiel.“ Die Kehrseite der Medaille: Um den Aufgaben gerecht zu werden, musste er seine eigenen Fußballschuhe an den Nagel hängen. Auf seine aktive Zeit bei den Hamelner Preußen blickt er gern zurück. Unter Trainer Alexander Kiene spielte er in der Oberliga Außenverteidiger. Heute sitzt Elk Jörn nur noch auf der Bank. Allerdings nicht im Weserberglandstadion, sondern in den großen Fußball-Arenen Deutschlands oder in drei Wochen in Neapel. Da wo einst Maradona zauberte. Ein Traum von Millionen. awa



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