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Triathlon: Axel Marahrens Dritter beim Ironman in Kopenhagen

Wahre Glücksgefühle nach der Quälerei

KOPENHAGEN. Was würden Sie wohl machen, wenn Sie fast 13 Stunden Zeit in Kopenhagen hätten? Natürlich die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der dänischen Metropole vom Tivoli bis hin zur legendären kleinen Meerjungfrau besichtigen. Oder würden sie es angehen wie Axel Marahrens?

veröffentlicht am 22.08.2018 um 18:01 Uhr

Die Ironman-Trophäe für seinen dritten Platz bekommt bei Axel Marahrens einen Ehrenplatz. Fotos (2): pr
Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite
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Der 65-jährige Ausdauerathlet aus Hameln hatte einen ganz anderen Plan und quälte sich lieber beim Ironman quer durch die Hauptstadt. Das allerdings mit sehr großem Erfolg.

Als nach 12:45:52 Stunden die Uhren stehenblieben und ihm der dritte Platz in seiner Altersklasse nicht mehr zu nehmen war, löste der Zieleinlauf vor einer riesigen Zuschauerkulisse beim Hamelner nach der Quälerei im Wasser, auf dem Rennrad und beim abschließenden Marathon wahre Glücksgefühle aus: „Dann merkt man erst, dass der große Traum tatsächlich wahr geworden ist. Da fühlt man sich wie Boris Becker nach seinem ersten Sieg in Wimbledon.“ Doch für Marahrens war auch wieder einmal klar geworden, dass Gewinnen bei einem Ironman eine besondere Bedeutung hat: „Da heißt es nicht als Erster, sondern überhaupt ins Ziel zu kommen, und sich selbst zu besiegen.“

Dieser harte Kampf begann schon morgens um 7.30 Uhr in der Amagerbucht, einem Seitenarm des Öresunds, wo Wind und Wellen den mehr als 3600 Startern schon beim Schwimmen alles abverlangten. Doch sein Nachbar Reinhard Lohne hatte ihm früh um fünf Uhr per WhatsApp besonders motiviert: „Immer dran denken. Du musst nicht, sondern Du darfst. Und Du kannst es!“ Genau an diese Worte hielt sich der Ironman aus Hameln. Und als Marahrens auf die Laufstrecke ging, waren sie plötzlich wieder da. Die Anfeuerungsrufe seiner Fans. „Da konnte ich, weil ich die Kräfte gut eingeteilt hatte, meine Stärke noch einmal ausspielen“, beschrieb er die letzte Hürde. Nur wenn er auf dem Rundkurs an der kleinen Meerjungfrau, Kopenhagens weltberühmten Wahrzeichen, vorbeilief, hatte der „eiserne Axel“, wie ihn seine Freunde gern mal nennen, kleine Probleme: „Da ging es leicht bergauf, das tat verdammt weh.“

Alles vergessen war am Tag danach beim Awards-Bankett, wo vor erlesenem Publikum die Trophäen überreicht wurden. Und für den Besten jeder Altersklasse das begehrte Ticket nach Hawaii bereitlag. Für Axel Marahrens war es noch nicht dabei, aber der Traum Hawaii geht weiter ...



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