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Mit Trainer Wilfried Willeke kehrt bei den Handball-Frauen der HSG Lügde/Bad Pyrmont der Erfolg zurück

Vor 30 Jahren trainierte er die Väter

Bad Pyrmont. Wilfried Willeke meldet sich bei der HSG Lügde/Bad Pyrmont im Trainergeschäft zurück. Der ehemalige Pyrmonter Handball-Torhüter coacht seit Saisonbeginn erfolgreich die Frauenmannschaft der Spielgemeinschaft. Seine Arbeit trägt Früchte: 6:2 Punkte holte er mit seinem Team aus den ersten Spielen.

veröffentlicht am 15.10.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

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Bad Pyrmont. Es kann‘s nicht lassen! Wilfried Willeke kommt von der Handballbühne einfach nicht herunter. Eigentlich wollte der langjährige Torwart des MTV Bad Pyrmont mal wieder einer E-Jugend das Einmaleins des Handballs beibringen. Doch daraus wurde mangels Masse nichts, jetzt sitzt der inzwischen 56-Jährige bei den Frauen der HSG Lügde/Bad Pyrmont auf der Trainerbank. „Das war eigentlich nicht geplant“, gab Willeke zu. Doch er ging die neue Aufgabe nach der Sommerpause locker an.

„Versuchen wir es einfach mal. Wichtig ist, dass die Sache Spaß macht.“ Denn er ist beruflich in Hannover stark gebunden, und da tut der sportliche Ausgleich mal ganz gut. Doch wenn der Ex-Torwart, der in seiner Glanzzeit in der Südhalle das Pyrmonter Tor u. a. gegen den TBV Lemgo, Elektromos Budapest, Dynamo Halle-Neustadt und den VfL Gummersbach bestens hütete, eine Traineraufgabe übernimmt, dann macht er es richtig.

In der vergangenen Saison sprangen die Handballerinnen der HSG Lügde/Bad Pyrmont dem Abstiegsgespenst mit Glück von der Schippe. Solch eine Zittersaison will Willeke nicht miterleben. Und seine Arbeit trägt bereits Früchte: 6:2 Punkte nach vier Spieltagen. Doch so richtig zufrieden ist der neue Trainer noch nicht. „Da fehlt noch die nötige Konstanz“, stellte er trotz des gelungenen Saisonstarts fest. „In der Abwehr müssen wir stabiler werden. Im Angriff haben wir uns schon gesteigert.“ Für „Willi“, wie er nicht nur in der Pyrmonter Handballszene genannt wird, ist „die Mannschaft der Star“. Die setzt sich aus unterschiedlichen Charakteren zusammen und ist schwer auszurechnen. Und die Altersstruktur ist breitgefächert. Astrid Behde ist mit 44 Jahren die „Dienstälteste“ im HSG-Team, Ann-Michell Fasse mit 16 Jahren die Jüngste. „Vor 30 Jahren habe ich noch die Väter von einigen Spielerinnen meiner Mannschaft trainiert“, lacht Willeke, wenn er an seinen ersten Trainerjob in Lügde zurückdenkt. Die Mischung der Pyrmont-Lügder Kombination stimmt jedenfalls. Von der Meisterschaft träumt im Tal der Emmer aber niemand. „Die werden Emmerthal, Fuhlen/ Hessisch Oldendorf und Schaumburg II wohl unter sich ausmachen“, ist sich Willeke sicher. „Ich bin aber schon gespannt, wie sich meine Mannschaft gerade in den Derbys aus der Affäre ziehen wird.“

Tolle Zeiten im Januar 1990: Wilfried Willeke im Pyrmonter Tor gegen den ehemaligen DDR-Erstligisten Dynamo Halle-Neustadt. Archiv/kf


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