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Nils Nehrig in Pyrmont wieder obenauf

Von der Bank zurück ins Glück

veröffentlicht am 11.10.2016 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

Klaus Frye

Autor

Sportreporter zur Autorenseite

Und er war endlich mal wieder obenauf, denn zuvor war die Saison in der sechsten Liga für „den Langen“ im Trikot der Spielvereinigung nicht unbedingt nach Plan gelaufen. In Krähenwinkel kehrte er mit seinem Hattrick – wenn es auch kein lupenreiner Dreierpack in einer Halbzeit war – von der Bank zurück ins Glück. Besser gesagt in die Stammformation. Erst ein gezielter Flachschuss vor der Halbzeit, dann nach dem Seitenwechsel in nur drei Minuten zweimal aus kurzer Distanz getroffen – alles richtig gemacht. Der 1,98 Meter große Hüne im Trikot der Spielvereinigung meldete sich nicht nur bei seinen Fans, sondern auch bei seinen Kritikern mit einer Topleistung zurück.

Die ersten Wochen nach der Sommerpause hatte sich der „Blonde mit den weißen Schuhen“ wesentlich anders vorgestellt. „Da konnte ich aus beruflichen Gründen überhaupt nicht regelmäßig trainieren“, ärgert er sich immer noch. „Doch das läuft jetzt wieder nach Plan.“ Zum ersten Mal stand er bereits im Heimspiel gegen Mitaufsteiger FC Lehrte in der Stammformation. Nehrig zeigte sich zufrieden: „Immerhin war ich bis zur 85. Minute dabei.“ Nur mit dem Toreschießen hielt sich der Lügder Junge im Pyrmonter Trikot da noch zurück.

Dafür hätte seine Trefferquote in Krähenwinkel sogar noch höher ausfallen können. Schon vor dem ersten Erfolgserlebnis bot sich dem Mann aus dem linken Mittelfeld eine Riesenchance. Doch leider kam der Ball nicht flach, sondern hoch in den Strafraum. Und genau deshalb ließ sein erster Torerfolg doch noch einige Minuten auf sich warten. Denn mit dem Kopfballspiel klappt es trotz Gardemaß bei ihm nicht so richtig. „Da fehlt mir einfach das nötige Timing, um im richtigen Moment an den Ball zu kommen“, gibt der dreifache Torschütze ohne Wenn und Aber zu.

Das wäre für Trainer Philipp Gasde ja mal ein Grund, beim nächsten Training eine Sonderschicht in Sachen Kopfballspiel anzuordnen. Denn das legendäre Pendel, dass heute fast nur noch die Oldies der Altliga aus ihren Glanzzeiten kennen, ist an der Pyrmonter Südstraße tatsächlich noch vorhanden. Das Kopfballpendel ist auch heute noch für die Koordination und die Sprungkraft bestens geeignet. Doch die beiden wichtigsten Dinge dieses bei den Spielern eher ungeliebten Trainingsgerätes dürften an der Südstraße kaum noch auffindbar sein: die lange Schnur und der entsprechende Ball, der daran befestigt wird. Nils Nehrig sieht es gelassen: „Es geht sicher auch ohne.“



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