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VfL hat noch Titelchancen, weil der direkte Vergleich doch nicht zählt

Viele Tore werfen, nicht stolpern und auf Lehrter Patzer hoffen

Jannis Pille (VfL Hameln) muss in den nächsten neun Oberligaspielen seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellen, denn in der Endabrechnung könnte das bessere Torverhältnis im Kampf um die Meisterschaft entscheiden.

veröffentlicht am 02.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Foto: mb

Handball (ro/jko). Heiße Diskussionen im Lager des Oberligisten VfL Hameln – die Köpfe rauchen um die Wette. Die Frage aller Fragen: Ist nach der 34:35-Niederlage im Gipfeltreffen beim Lehrter SV schon eine Vorentscheidung im Titelkampf gefallen? Nach den nackten Fakten liegt Lehrte mit 35:9 Punkten an der Spitze, der VfL folgt mit 31:11 Zählern als Zweiter, kann aber am morgigen Donnerstag mit einem Sieg im Nachholspiel (20 Uhr/Halle Nord) gegen Schlusslicht MTV Eyendorf nicht nur sein Punktekonto schon wieder etwas aufpolstern, sondern auch das Torverhältnis. Das könnte nämlich am Saisonende entscheidend sein. Denn als offensichtliche Fehlinterpretation der Ausschreibung hat sich derweil die Annahme erwiesen, dass der in diesem Fall für den VfL negative direkte Vergleich möglicherweise am Saisonende noch ausschlaggebend sein könnte. Den gibt es in der Oberliga Niedersachsen nicht! „Bei Punktgleichheit zählt zunächst das Torverhältnis und ist das ebenfalls gleich, wird ein Entscheidungsspiel angesetzt“, klärt der Oberliga-Spielleiter Manfred Herzog auf und verweist auf die Durchführungsbestimmungen des HVN.

Die Lage ist damit klar: Der VfL muss weiter fleißig Tore werfen, darf nicht mehr patzen – und muss auf einen Lehrter Ausrutscher hoffen. Zumal das Torverhältnis schon jetzt für das Team von Trainer Hajo Wulff spricht. Vor dem Duell gegen Eyendorf weist der Tabellenzweite schon eine um elf Treffer bessere Differenz auf. Aber eigentlich ist noch nicht viel passiert und die Saison noch lang. „Das war keine Vorentscheidung. Lehrte hat natürlich jetzt den psychologischen Vorteil und alle Möglichkeiten in der Hand“, stellte Wulff fest. Auch sein Pendant Lutz Ewert wollte von vorzeitigen Glückwünschen noch nichts wissen: „Sicherlich haben wir jetzt die Nase vorn, aber in den restlichen Begegnungen kann noch sehr viel passieren. Der Druck wird gewiss nicht kleiner.“ Ganz gelassen sieht Hamelns Manager Ralph Krone die nächsten Wochen: „Wir planen ohnehin zweigleisig.“

Gegen den MTV Eyendorf will der VfL aber dennoch seiner Favoritenrolle gerecht werden und sich den Frust von der Seele werfen. Mit einem Sieg im Gepäck lässt es sich dann auch am Freitag unbeschwerter nach Köln reisen. In der Rheinmetropole steht dann für Trainer Wulff und seine Mitarbeiter unter anderem auch die Besichtigung einer Kölsch-Brauerei auf dem Programm. Na denn, Prost!

Manfred Herzog.  Foto: haje
  • Manfred Herzog. Foto: haje

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