weather-image

Rugby: Nationalspieler zeigen Talenten ihre Tricks auf der Riepenburg

Viel Spaß mit der ovalen Pille

AERZEN. Sidney ist 13 Jahre alt, kommt aus Heidelberg und ist begeisterter Rugby-Nachwuchsspieler. Zusammen mit neun Freunden vom Heidelberger RK nimmt er am einwöchigen Trainings- und Erlebniscamp auf der Riepenburg teil. Zum zweiten Mal bietet der Deutsche Rugby-Verband dieses Camp an. Mit überraschender Resonanz.

veröffentlicht am 02.08.2016 um 16:13 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:10 Uhr

270_0900_8088_sp308_Rugby_I.jpg

Autor:

Ernst August Wolf

„Eine Woche Training und jede Menge Freizeitaktivitäten“, umreißt Volker Himmer, der Geschäftsführer des Deutschen Rugbyverbandes das umfangreiche Programm. „Beim ersten Mal im vergangenen Jahr hatten wir 35 Jugendliche, in diesem Jahr haben wir die Teilnehmerzahl verdoppelt“, so Volker Himmers Bruder Frank. Der Leiter des Schullandheims Riepenburg und ehemalige Nationalspieler war überrascht, dass sogar zwei Busse aus Italien anrollten. Aber auch aus ganz Deutschland, Großbritannien und Österreich sind Jugendliche gekommen, um zu trainieren und die angebotenen Freizeitaktivitäten zu genießen. Die organisiert Elke Adam, die Waldpädagogin der Einrichtung. „Heute steht das Thema Steinzeit auf den Programm. Wir bauen Waldhütten, schnitzen Speere, machen eine fiktive Jagd und haben viel Spaß.“ Während die eine Gruppe eine Steinzeit-Zeitreise macht, darf die andere schon mal auf der vom Tau noch feuchten Wiese mit dem Rugby-Training beginnen. Und zwar unter der Leitung von vier deutschen Nationalspielern. „Wir haben dazu Phil Szeczny, Bastian Himmer, Garrett Else und Jakobus Otto gewinnen können. Zwei aus der 7-er und zwei aus der 15-er Nationalmannschaft“, erklärt Romana Thielicke, die Präsidentin der Deutschen Rugby-Jugend, stolz.

Insgesamt 114 Vereine gäbe es in Deutschland, so Thielicke. Die Leistungsdichte sei recht unterschiedlich verteilt. Heidelberg, Hannover und Berlin seien die Hochburgen, in Sachsen und Thüringen dagegen gäbe es reichlich weiße Flecken. „Bayern hat sich in der letzten Zeit sehr für die Förderung des Rugbysports engagiert“, lobt Thielicke. In Hameln allerdings gäbe es seit dem Abzug der Briten keine Möglichkeit mehr, Rugby zu spielen. „Wer das will, der muss nach Hannover fahren oder Richtung Bielefeld und Paderborn“, bedauert Frank Himmer. Einzig auf der Riepenburg werde immer Rugby gespielt. „Wir sind Anlaufstelle und Zentrum für diesen Sport hier in der Gegend.“

Sit-ups, Liegestütze, Wurftraining, typische Rugby-Positionen, die Jugendlichen, darunter auch Mädchen wie die 14-jährige Azicena aus Heidelberg, geben ihr Bestes und wollen vor den Stars aus dem Nationalteam gut aussehen. „Die sind top“, sagt ein junger Rugbyspieler keuchend. Nur knapp hat das 7-er-Nationalteam vor drei Wochen im Halbfinale gegen West Samoa die Qualifikation für Olympia in Rio verpasst. Entwickelt haben das Konzept der Erlebnis- und Trainingswoche Frank Himmer und Romana Thielicke gemeinsam.

2 Bilder
Tippgeber: Die deutschen Rugby-Nationalspieler. Foto: eaw

Und wer in die Gesichter der schwitzenden und atemlosen Jugendlichen blickt, die mit viel Eifer um die ovale Pille rangeln, der weiß, dass es ihnen Riesenspaß macht.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt