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Hamelns Handballer beim Hit in Großburgwedel unter Druck / Wiedersehen mit Oldie-Torhüter Lütt

VfL mit Feuer und Flamme aus der Krise?

Hat Torben Höltje (VfL Hameln) endlich wieder Grund zum Jubeln?

veröffentlicht am 18.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:21 Uhr

Foto: nls

Handball (jko). Endlich wieder auswärts. Das wird der VfL Hameln nach den vorangegangenen zwei Heimniederlagen denken. Denn in fremden Hallen kann der Oberliga-Zweite eine noch makellose Bilanz von 12:0 Punkten vorweisen. Diese Serie soll weiterhin Bestand haben, auch wenn am Sonntag (16 Uhr) die hohe Hürde bei der TS Großburgwedel wartet. Damit es tatsächlich mit dem siebten Auswärtssieg klappt, muss das Team von Trainer Hajo Wulff, der die Partie wegen seiner Sperre abermals nur von der Tribüne verfolgen darf, ein völlig anderes Gesicht zeigen. Das hat der Chefcoach seiner Mannschaft auch deutlich gemacht und die Übungseinheiten entsprechend gestaltet: „Mir hat zu viel Selbstgefälligkeit Einzug gehalten. Insofern habe ich versucht, das Konkurrenzdenken untereinander wieder zu wecken. Es kann doch nicht unser Anspruch sein, dass wir eine hervorragende Trainingsbeteiligung haben, die Spieler viermal die Woche ihre Freizeit opfern, um dann am Wochenende sportlich alles in den Sack zu hauen. Da muss sich der eine oder andere schon so seine Gedanken machen, wie es weitergehen soll. Wir müssen wieder Feuer und Flamme entfachen.“

Jannis Pille (Grippe), David-Niclas Emmel (Leistenzerrung) und Torwart Andrew Treuthardt (beruflich verhindert) blieb das verschärfte Training allerdings erspart, ihrem Einsatz in Großburgwedel steht aber nichts im Weg. „Da es uns bislang auswärts leichter von der Hand gegangen ist, werden wir alles daran setzen, die weiße Weste zu verteidigen. Dafür müssen wir uns aber anders präsentieren als zuletzt“, fordert auch Kapitän Oliver Glatz. Der Tabellensechste Großburgwedel hinkt der Konkurrenz noch mit zwei Spielen hinterher, hat bei 16:8 Punkten aber lediglich einen Minuszähler weniger als der VfL (21:7) und will sich mit einem Heimsieg die Chance erhalten, im Titelrennen noch ein Wörtchen mitzusprechen. Vor eigener Kulisse gab die TS aber bereits drei Punkte ab (26:38 gegen Hohnhorst und 25:25 gegen Rosdorf). Trainer Mirco Hollstein verfügt über eine starke Truppe, die kurzfristig mit Rückraumspieler Florian Kunze von der TSV Burgdorf II und dem libanesischen Nationalspieler Hamoudi Salam von Rosdorf-Grone noch weiter aufgerüstet wurde. Beste Werfer sind Bastian Harendt (91/21) und Naoufel Fathallah (48/21). Über allem aber thront Torwart-Methusalem Jörg-Uwe Lütt. Der 45-Jährige, der auch in Hameln bestens bekannt ist, kann mit seiner großen Erfahrung von 450 Bundesligaspielen immer noch ein Spiel fast alleine entscheiden. „Lütti“ kam vor der Saison vom Zweitligisten HC Empor Rostock nach Großburgwedel.



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