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Oberligist will offenbar ehemaligen Bundesligaspieler verpflichten / Manager Ralph Krone wortkarg

VfL mauert: Ist Marius Kasmauskas „Mister X“?

Von Andreas Rosslan

Handball. Manager Ralph Krone gibt sich vor dem Heimspiel gegen den Tabellenvierten MTV PE Celle (Samstag, 19.15 Uhr) wortkarg, wenn man ihn auf mögliche Neuzugänge des Oberligisten VfL Hameln anspricht. Fünf Spieler (u. a. Dean Wood/HF Springe) soll der VfL für die nächste Saison an der Angel haben, davon einen „Hochkaräter“. Doch wer ist dieser Mister X?

veröffentlicht am 15.04.2010 um 17:46 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Von Andreas Rosslan

Handball. Manager Ralph Krone gibt sich vor dem Heimspiel gegen den Tabellenvierten MTV PE Celle (Samstag, 19.15 Uhr) wortkarg, wenn man ihn auf mögliche Neuzugänge des Oberligisten VfL Hameln anspricht. Fünf Spieler (u. a. Dean Wood/HF Springe) soll der VfL für die nächste Saison an der Angel haben, davon einen „Hochkaräter“. Doch wer ist dieser Mister X? Milan Blagojevic (TSV Hannover-Anderten), Ingimundur Ingimundarson (GWD Minden), Frank Habbe (TSV Hannover-Burgdorf) oder vielleicht doch der Ex-VfLer Marius Kasmauskas von der Bundesligareserve der HSG Wetzlar?

„Wir verhandeln mit einem Spieler, der in der Bundesliga gespielt hat.“ Den Namen verriet Krone aber nicht. Nur so viel: Der Spieler ist 31 Jahre alt – und gelernter Industriekaufmann. Der Neuzugang, den Krone im Visier hat, ist nach den Worten des Managers „ein richtiger Kracher, der uns weiterhilft“. Um „Mister X“ in die Rattenfängerstadt locken zu können, muss der VfL-Manager allerdings erst bei den heimischen Unternehmen die Klinken putzen. Der Rückraumspieler, der laut Krone früher auch auf internationalem Parkett gespielt hat, hat seine Zusage nämlich an eine Bedingung geknüpft: Der VfL muss dem gelernten Industriekaufmann einen Job besorgen.

Nach Informationen der Dewezet-Sportredaktion verhandelt Krone mit Kasmauskas, der zurzeit für den Oberligisten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen spielt, dem Stammverein der HSG Wetzlar. Dort läuft sein Vertrag am Saisonende aus. Der 1,92 Meter große Litauer, der seine Karriere in seiner Heimatstadt bei Dragunas Klaipeda begann, wäre ein Mann für den linken Rückraum. Beim VfL ist der ehemalige litauische Nationalspieler (65 Länderspiele) kein Unbekannter. Bereits im November 2001 wechselte Kasmauskas zum ehemaligen Bundesligisten, mit dem er 2002 in die zweite Liga abstieg. Nach nur einer Saison verabschiedete sich Kasmauskas schon wieder – Richtung Hildesheim.

Mit der Eintracht stieg er 2006 in die erste Liga auf – und nur ein Jahr später wieder ab. Anschließend versuchte der Litauer sein Glück bei der HSG Wetzlar, wo er sich im November 2007 im Heimspiel gegen den Wilhelmshavener HV eine schwere Schulterverletzung zuzog. Der Litauer riss sich damals drei Bänder im Schultereckgelenk. Nach mehreren Operationen drohte ihm sogar das Karriere-Aus. Erst nach zweijähriger Verletzungspause feierte der Handballspieler kürzlich sein Comeback beim Oberligisten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen. Vielleicht trägt er schon nächste Saison wieder das Trikot des VfL …

Blagojevic, Ingimundarson und Habbe sind dagegen beim VfL zurzeit laut Krone „kein Thema“. Der Manager des VfL betonte, mit keinem der drei Spieler gesprochen zu haben. In Hameln kursierten zunächst hartnäckig Gerüchte, dass es sich beim möglichen Neuzugang um Frank Habbe handelt, dessen Vertrag am Saisonende beim TSV Hannover-Burgdorf ausläuft. Der 1,89 Meter große und 99 Kilogramm schwere Kreisläufer würde ebenfalls ideal in das Anforderungsprofil von VfL-Chefcoach Hajo Wulff passen, der einen Allrounder sucht, „der auf fast allen Positionen eingesetzt werden kann“. Was den Namen des umworbenen Spielers angeht, hält sich aber auch Wulff bedeckt, um nicht noch das Interesse anderer Klubs zu wecken.

Dass Habbe zum VfL wechselt, ist eher unwahrscheinlich. Sein Name steht nämlich bei den Handballfreunden Springe ganz oben auf der Wunschliste. HF-Manager Dennis Melching bestätigte gegenüber der Dewezet das Interesse des Regionalligisten: „Wir verhandeln mit ihm. Die Chancen stehen gut, dass er zu uns kommt.“ Spruchreif ist der Wechsel laut Melching zwar noch nicht: „Ich gehe aber davon aus, dass wir uns in den nächsten Tagen einig werden.“ Dass er Burgdorf verlässt, scheint beschlossene Sache. „Ich würde mir wünschen, dass Frank bei uns bleibt, weil er ein Super-Typ ist. Fest steht aber, dass sein Vertrag ausläuft“, bestätigte TSV-Pressesprecher Holger Staab, „außerdem kann er zurzeit kaum trainieren, weil er eine Ausbildung bei der Polizei macht“. Während hinter den Kulissen das Transferkarussell auf Touren kommt, bereitet Wulff sein Team auf das Heimspiel gegen den Vierten aus Celle vor. Nach der peinlichen Pleite in Zweidorf (Wulff: „Das war eine Katastrophe!“) fordert der Coach Wiedergutmachung, „um unsere treuen Fans nicht zu vergraulen“. Fehlen werden dem VfL, der das Hinspiel mit 35:27 ohne Mühe gewann, die verletzten Björn Schubert und Marcel Engelhard.

Spielt Marius Kasmauskas in der nächsten Saison für den Oberligisten VfL Hameln? Der Litauer trägt zurzeit noch das Trikot der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen.

Foto: Schneider



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