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Trainer des MTV Rohrsen peilt Aufstieg in die dritte Liga an

Vertrag verlängert! Hensel bleibt seinen Frauen treu

Handball. Michael Hensel bleibt seinen Handballfrauen treu. Im Interview kündigt der Trainer des Oberliga-Tabellenführers MTV Rohrsen an, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag um ein Jahr zu verlängern. Mit dem 37-jährigen MTV-Coach und Rohrsens Handball-Chef Thomas Niepelt sprach Dewezet-Mitarbeiter Andreas Rosslan über die Zukunftsplanungen des Herbstmeisters.

veröffentlicht am 05.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:41 Uhr

Perfekt: Trainer Michael Hensel hat seinen Vertrag beim MTSV Roh

Herr Niepelt, welche Schulnote würden Sie Ihrem Trainer geben? Die Zwischenbilanz sieht ja sehr positiv aus.

Niepelt: Die Tabellenführung kommt nicht von ungefähr. Wir haben mit Michael einen sehr guten Trainer nach Rohrsen geholt, der Visionen hat und über den Tellerrand schaut. Ihm würde ich die Note zwei plus geben. Die Note eins bekommt er, wenn er mit uns den Titel holt und nächste Saison den Klassenerhalt in der dritten Liga schafft. Michael ist für Rohrsen ein Glücksfall. Er ist ein Trainer, der zu uns passt. Wir freuen uns, dass er mindestens ein weiteres Jahr bei uns bleibt.

Herr Hensel, haben Sie Ihren Vertrag denn schon verlängert?

Thomas Niepelt Foto: nls

Hensel: Ja. Ich habe noch nie zu so einem frühen Zeitpunkt die Zusage für die neue Saison gegeben. Das ist ein Novum. Eine andere Entscheidung kam für mich nicht infrage, weil hier in Rohrsen die sportliche Perspektive stimmt. Unabhängig davon, ob wir Meister werden oder nicht. Mit der Zusage wollte ich ein Zeichen setzen. Jetzt hat der Verein die nötige Planungssicherheit.

Wie sehen die weiteren Planungen für die neue Saison aus? Noch steht ja nicht fest, wo die Reise hingeht.

Hensel: Das stimmt. Wir müssen zweigleisig planen, weil wir noch nicht wissen, ob wir nächste Saison in der Oberliga oder in der dritten Liga spielen. Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich davon aus, dass der Kader im Großen und Ganzen zusammenbleibt. Die ersten Rückmeldungen sind positiv. Was mögliche Neuzugänge angeht, ist es noch zu früh. Wir suchen junge und ehrgeizige Spielerinnen, die auch menschlich zur Mannschaft passen.

Der MTV soll Interesse an zwei Spielerinnen vom Regionalligisten HSG Blomberg-Lippe haben?

Hensel: Kirsten und Christin Bormann haben wir zwar auf dem Zettel. Aber es ist noch nichts spruchreif, was mögliche Neuzugänge angeht.

Ist der MTV reif für die dritte Liga oder käme der Aufstieg zu früh?

Hensel: Der Aufstieg käme zwar früher als geplant. Aber ich bin davon überzeugt, dass meine Mannschaft das Niveau erreichen kann, um in der höheren Spielklasse bestehen zu können. Der Unterschied zwischen den Ligen ist bei den Frauen nicht so groß wie bei den Herren.

Niepelt: Wir haben zwar Blut geleckt. Aber wir müssen trotz des Erfolges auf dem Teppich bleiben – egal, ob wir aufsteigen oder nicht.

Was heißt das konkret?

Niepelt: Handball auf Pump wird es, solange ich das Sagen habe, in Rohrsen nicht geben! Die Spielerinnen bekommen bei uns kein Geld. Das soll auch so bleiben. Ein kleiner Verein wie der MTV darf sich keine finanziellen Experimente erlauben.

Ab 2010 werden aus fünf Regionalligen vier dritte Ligen. Und die Oberligen werden von 16 auf zwölf reduziert. Welche Auswirkungen hat die Handballreform?

Hensel: Die Qualität der Ligen wird sich enorm verbessern, weil die schwächeren Teams die Ligen verlassen müssen.

Was ist bisher der Schlüssel des Erfolges?

Hensel: Wir haben nicht nur die beste Abwehr der Liga, sondern mit Michaela Schostag auch eine sehr gute Torhüterin. Entscheidend ist aber auch, dass meine Mannschaft topfit ist. In diesem Punkt sind wir anderen Oberligateams überlegen, die – was das Tempo angeht – mit uns oft nicht mithalten können. Das ist der Lohn für den Trainingsfleiß der Spielerinnen.



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