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Kooperation zwischen dem VfL Hameln und HF Springe doch noch nicht vom Tisch?

Vertrag sorgt für Verwirrung

Hameln/Springe. Die einen sagen so – die anderen so. Ganz schön verwirrend – oder alles nur eine Frage der Sichtweise? Fakt ist: Ein unterschriftsreifer Entwurf eines Kooperationsvertrages zwischen dem Handball-Zweitligisten HF Springe und Oberligist VfL Hameln existiert. Eventuelle Nachbesserungen im Detail sind natürlich nicht ausgeschlossen. Bei den Verhandlungen saß seinerzeit übrigens Hamelns 2. Vorsitzender Ralf Rösemann mit am Tisch. Das bestätigten jedenfalls Springes Manager Dennis Melching und Sponsor Peter Othmer auf Anfrage. Beim VfL Hameln hatte sich das alles ganz anders angehört. „Davon weiß ich nichts“, machte Manager Björn Schubert deutlich. Springe will aber kein weiteres Öl ins Feuer gießen. „Wir werden uns zeitnah noch einmal an einen Tisch setzen und die Dinge in Ruhe besprechen. Eine Schlammschlacht wollen wir auf alle Fälle vermeiden, die hilft doch keinem weiter“, blickt Melching voraus.

veröffentlicht am 09.09.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:49 Uhr

Ob der Vertrag aber nun tatsächlich zustande kommt oder auch nicht, ist angesichts der momentan recht angespannten sportlichen Situation in Springe allerdings wohl eher zweitrangig. Denn es gibt viel zu tun beim Zweitliga-Aufsteiger. Drei Spiele – sechs Minuspunkte, das sieht noch nach einer riesigen Baustelle aus. Und Besserung auf der Habenseite scheint nicht in Sicht, denn am Freitag wartet nun der schwere Gang zu den Rimpar Wölfen nach Würzburg – dann kommt der TV Emsdetten. Zu allem Übel verpatzten die Handballfreunde auch noch ihren ersten Auftritt in ihrer neuen „Zweit-Wohnung“ Rattenfängerhalle mit dem 21:34-Debakel gegen Nordhorn auf der ganzen Linie und machten sich damit gewiss keine neuen Freunde in Hameln. Chance erst einmal vertan. Selbst Peter Othmer konnte sich die desolate Vorstellung nicht bis zum Ende anschauen und verließ bitter enttäuscht vorzeitig die Halle. „Das war unterirdisch. So dürfen wir uns nicht noch einmal präsentieren“, wetterte Springes Macher. Von einer nun möglicherweise aufkommenden Trainerdiskussion will er allerdings überhaupt nichts wissen. „Das ist kein Thema. Was kann der denn dafür, wenn die Mannschaft spielt wie ein Sack Sülze und nichts umsetzt“, nimmt Othmer Coach Sven Lakenmacher in Schutz. Ein klares Bekenntnis kommt auch von Melching: „Fachlich ist seine Arbeit völlig in Ordnung.“ Letztlich zählen aber auch in der 2. Liga nur Siege, denn bei fünf Absteigern wird die Luft schnell dünn. Also müssen die Handballfreunde quasi im Eiltempo noch ein paar Verstärkungen aus dem Hut zaubern. Und Dennis Melching sagt auch, wo der Schuh drückt: „Auf der Torhüterposition und im Rückraum müssen wir noch mal den Markt bemühen.“ ro

Hat sicherlich schon bessere Laune gehabt: Springes Sponsor Peter Othmer


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