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Die Fußball-Saison beginnt mit vier Hameln-Pyrmonter Derbys im Bezirkspokal

Und es geht schon wieder los …

Bezirk Hannover. Der letzte Hameln-Pyrmonter Bezirkspokalsieg liegt schon einige Jahre zurück. 2010 holte die SSG Halvestorf zuletzt den Pott. Die SG Hameln 74 schaffte es 2014 immerhin bis ins Finale, das am Ende aber die SV Alfeld mit 1:0 gewann. Die neue Pokal-Saison beginnt gleich mit vier Hameln-Pyrmonter Derbys. Wir haben die Teams unter die Lupe genommen.

veröffentlicht am 28.07.2015 um 16:20 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

Tündern – SG Hameln 74 (Do., 19 Uhr). Auf dem Papier ist die SG 74 als Landesligist zwar Favorit, aber gegen Tündern hat sich die Elf von Paul Bicknell schwergetan. Obwohl die Bicknell-Elf vergangene Saison in den beiden Partien gefühlte 80 Prozent Ballbesitz hatte, reichte es nicht zum Sieg. Beide Duelle endeten Unentschieden (1:1, 2:2). „Das wird nicht einfach“, meint Hamelns Co-Trainer Dirk Schumachers, denn Tündern sei ein unbequemer Gegner, der sehr tief steht und die Räume sehr eng macht. Ob die SG 74 diesmal das Tünderaner Abwehrbollwerk knacken kann, wird sich zeigen. Personell sieht es jedenfalls gut aus, bis auf Marc-Robin Schumachers (Knieprobleme) und Flamur Dragusha (Leistenprobleme) sind alle Spieler fit. Auch Jannik Hilker ist nach seiner Verletzungspause wieder dabei. Mit Torwart-Talent Kolja Kowalski (Holzminden), Manuel Lehnhoff (Halvestorf), Ismail Demir (Lachem) und der 17-jährige Tim-Niklas Schumachers (A-Jugend) sind vier neue Spieler im Kader der SG 74. Den Verein hat nur Fabian Moniac Richtung Halvestorf verlassen. In Tündern hat sich, was die Neuzugänge angeht, nicht viel getan. Neu dabei ist nur Mesut Kaya (Lachem). Edward Urich (TSV Lenne), Patrick Blum (FC Lehrte) und Georg Roteker (SC Bodenwerder) haben die Schwalben im Sommer verlassen. Im Gegensatz zur SG 74 hat die Motzner-Elf nur zwei Testspiele (1:1 gegen Halvestorf, 9:2 gegen Bevern) absolviert. Die Pokalpartie gegen die SG 74 ist laut Teamsprecher Karsten Leonhart quasi das Dritte, „denn für uns hat ganz klar die Meisterschaft oberste Priorität“. Sorgen bereitet zurzeit nur Tünderns Abwehrchef, der sich schon länger mit Knieproblemen herumplagt.

Halvestorf – Bad Pyrmont (Fr., 19.30 Uhr). Die SSG geht mit breiter Brust in den Pokalkampf. „Wenn wir Pyrmonts Offensive stoppen können, haben wir eine Chance“, zeigt sich Halvestorfs Spartenleiter optimistisch. „Ein Tor schießen wir immer.“ Und im Familienduell traut Büchler seinem Neffen Florian, Pyrmonts neuem Torjäger, am Freitag nicht viel zu. Mit einem Augenzwickern schickte er eine klare Aussage Richtung Kurstadt: „Florian hat am Piepenbusch noch nie gewonnen.“ Ansonsten gehen die Halvestorfer recht entspannt ins Spiel. Denn sie sehen die Partie vor allem als gute Standortbestimmung vor dem Punktspielstart. Bis auf Timo Möller sind alle Halvestorfer fit. Da sieht die personelle Lage bei den Pyrmontern nicht ganz so rosig aus. Spielertrainer Philip Gasde muss imemr noch auf Eduard Kryker, Jannik Denker und Roland Stuckenberg verzichten. Für Cotrainer Markus Loges aber kein Grund den Ball flach zu halten: „Den Einzug in die zweite Runde wollen wir trotzdem packen.“

Hagen – Lachem (So., 15 Uhr). „Ich mache mir keine Hoffnung, dass wir den Pokal gewinnen. Für uns liegt der Fokus auf der Bezirksliga“, sagt Hagens Coach Stephan Meyer. Für ihn ist die Pokalpartie gegen Lachem der letzte Härtetest vorm Bezirksliga-Sart. Was die Saisonvorbereitung angeht, zieht Meyer eine gemischte Bilanz. Weil zwischenzeitlich viele Spieler im Urlaub waren bzw. sind, sei die Vorbereitung „extrem schwierig“ gewesen. Auch gegen Lachem werden mit Marvin Steinwedel, Yousof Issa und Jan Schmidt drei Urlauber fehlen. Dazu kommt Christoph Müller, der sich gleich im ersten Testspiel einen Bänderriss zuzog. Einer, der laut Meyer keine einzige Trainingseinheit verpasst hat, ist Neuzugang Christopher Loges. Der Top-Torjäger der vergangenen Landesliga-Saison (26 Treffer) soll die Germanen zum Klassenerhalt schießen. Die bisherigen Testspielergebnisse will Hagens Coach zwar nicht auf die Goldwaage legen, aber die 0:5-Pleite gegen Kreisligist TSG Emmerthal ärgerte ihn dann doch. Doch die erste richtige Standortbestimmung ist das erste Pflichtspiel im Pokal gegen den SV Lachem, dessen Trainer Tarik Önelcin mit der Saisonvorbereitung zwar unterm Strich zufrieden ist: „Die Trainingsbeteiligung hätte aber besser sein können. Wir hatten viele Urlauber und viele Verletzte.“ Beim 3:1-Testspielsieg gegen den Landesligisten OSV Hannover habe seine Elf schon einen „sehr guten Eindruck“ hinterlassen, sagt Önelcin. Sorgen bereitet ihm noch Neuzugang Raphael Pasternak, der sich mit einer entzündeten Achillessehne herumplagt. Auch Egzon Popoci, Mehmet Terzioglu, Bujamin Kiki und Deniz Anklam sind angeschlagen. Dafür ist Daniel Schröder nach seinem Knöchelbruch wieder fit. Was Önelcin noch Sorgen macht, ist die Auswärtsschwäche seines Teams: „Die müssen wir in den Griff bekommen.“ Vergangene Saison war Lachem mit nur einem Sieg, zwei Unentschieden und zwölf Niederlagen auswärts das schwächste Team der Bezirksliga. Ob die Lachemer ihren Auswärtsfluch besiegt haben, können sie gleich im ersten Pokalspiel unter Beweis stellen. Bezirksliga-Aufsteiger Germania Hagen gilt als extrem heimstark.

Salzhemmendorf – Aerzen (So., 15 Uhr). „Das Kollektiv ist gefragt“, sagte Blau-Weiß Oliver Bock vor dem Auftritt des Kreispokalsiegers Salzhemmendorf gegen den MTSV Aerzen. „Wir sind zwar krasser Außenseiter, aber der Sprung in die nächste Runde wäre eine schöne Sache.“ Wichtig ist für Bock vor allem, dass seine Jungs die taktischen Vorgaben umsetzen. Und da wird sich der ehemalige Oberligaspieler von Preußen Hameln schon etwas einfallen lassen. Schließlich spielt fast seine ganze Nachbarschaft im Aerzener Trikot. Darunter mit Dominic Meyer und Patrick Hoppe auch die beiden Topstürmer des Bezirksligisten. „Um die in den Griff zu bekommen, werde ich mir schon etwas einfallen lassen“, verriet Bock. Nur wer die beiden Torgaranten in den Griff bekommen soll, ließ er offen: „Das bleibt bis Sonntag mein Geheimnis.“ Auf zwei wichtige Akteure muss Bock wohl verzichten. Leon Meyer fällt mit einer Knieverletzung aus, Nico Granzow plagt sich mit Patallasehnenproblemen herum. Bei Aerzen lief die Vorbereitung nicht optimal und mit Kapitän Marcel Spatz (Kreuzbandriss) sowie den beiden verletzten Dominic Meyer und Nico Vogler fehlen gleich drei Akteure. „Wir wollen aber trotzdem gewinnen“, gab Aerzens Fußball-Chef Karsten Hoppe als Ziel aus. Denn in der nächsten Runde würde die SSG Halvestorf oder die SpVgg. Bad Pyrmont an den Veilchenberg kommen. Und das wäre für ihn „eine reizvolle Aufgabe“.aro/kf



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