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Hamelner Traditionsverein erneut vor der Insolvenz?

Ultimatum! 07-Spieler wollen endlich ihr Geld

Fußball (kf/ro). Dem Hamelner Traditionsverein Preußen Hameln 07 droht nach 1999 möglicherweise erneut die Insolvenz. Fakt ist: Das Geld fehlt beim Niedersachsen-Oberligisten an allen Ecken und Enden – und die Situation droht zu eskalieren. „Die Deadline ist schon lange überschritten, wir warten seit Monaten auf unsere zugesagten Gelder. Nun muss endlich etwas passieren“, brachte Kapitän Dennis Offermann den Unmut der Mannschaft auf den Punkt.

veröffentlicht am 28.01.2009 um 20:34 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:21 Uhr

Dammeier stellt

Teilzahlung in Aussicht

Nach dem Testspiel (3:3) am Dienstagabend gegen den Bezirksoberligisten HSC BW Tündern wurde dem Vorstand um den kommissarischen Vorsitzenden Wolfgang Dammeier ein Ultimatum gestellt. „Bis Freitag müssen Teilbeträge gezahlt werden, sonst treten wir am Samstag im angesetzten Nachholspiel gegen den SV Bavenstedt nicht an“, lässt Offermann deutlich durchblicken.

Nach einer eiligst anberaumten Vorstandssitzung konnte Dammeier den Spielern aber zumindest ein wenig Hoffnung machen. „Die Gelder werden gezahlt“, versprach der momentane Preußen-Chef, der für den gesundheitlich angeschlagenen Henner Ekkehard Kerl in die Bresche gesprungen ist.

Bereits gestern trafen die Preußen-Verantwortlichen erneut zu einer Krisensitzung zusammen. Ganz oben auf der Tagesordnung: ein vernünftiger Finanzplan. „Damit wollen wir künftig für die Spieler eine solide Regelung finden“, so Dammeier, der hofft, dass der Oberliga-Spielbetrieb bis zum Saisonende weiterlaufen wird. „Wir gehen aber davon aus“, so der 07-Chef. Für finanzielle Engpässe, entstanden unter anderem durch Kürzungen von Sponsorengeldern, kann aber auch er nichts. Trotz des Aufruhrs sieht auch 07-Manager Gaetano Bartolillo nicht mehr ganz so negativ in die Zukunft:

Ratlose Gesichter: Wie geht es weiter beim Oberligisten Preußen Hameln 07? Foto: nls

Bartolillo: „Die Weichen

werden neu gestellt“

„Die Mannschaft kann sich auf die Zusage des Vorstandes verlassen. Die ausstehenden Gelder werden gezahlt und am Samstag, wenn die Verhältnisse auf dem Kunstrasenplatz es zu lassen, wird gegen Bavenstedt auch gespielt. Da musste wohl einiges aufgearbeitet werden. Jetzt werden die Weichen neu gestellt.“ Spätestens im April will der ehemalige Torhüter bei Preußen auch für die kommende Saison eine klare Aussage treffen. „Wolfgang Dammeier hat hier in kurzer Zeit viel aufgearbeitet. Da kann man schon deutlich positiver in die Zukunft blicken.“



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