weather-image
28°
Fußball: SpVg. Aurich zieht zurück – Frauen starten nun gegen Lüneburg in die Relegation

Tünderns Griff in die Wundertüte

BEZIRK HANNOVER. Jeden Tag eine völlig neue Entwicklung – die Oberliga-Relegation der Fußball-Frauen wird für den HSC Tündern zum Griff in die Wundertüte. Zunächst war Eintracht Braunschweig ein Gegner, dann wurde daraus der STV Holzland. Aber damit nicht genug: Denn nun schrumpfte das Quartett der vier Landesliga-Zweiten zum Terzett.

veröffentlicht am 01.06.2017 um 11:51 Uhr
aktualisiert am 01.06.2017 um 13:20 Uhr

So sehen sich Tünderns Fußball-Frauen am liebsten – aber kann der Landesliga-Vizemeister aus Hannover auch in der Oberliga-Relegation jubeln? Foto: nls
Roland Giehr

Autor

Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Der Grund: Die SpVg. Aurich zog ihre Teilnahme zurück und bescherte der Elf von Trainer Alexander Stamm damit am Sonntag (13 Uhr) auch einen völlig anderen Auftaktgegner vor heimischer Kulisse. Nun reist Eintracht Lüneburg mit der Empfehlung von 86 Saisontoren im Gepäck an den Lawerweg. Da kommt also eine geballte Offensivpower auf Tünderns Defensive zu. 51 Treffer gehen davon alleine auf das Konto von Liga-Torschützenkönigin Hanna Schönsee (23), Karla Wiegmann (15) und Lina Steinmann (13). Und genau bei diesem Trio will Stamm auch die Hebel ansetzen. „Wir müssen deren Kreise frühzeitig einengen und dann selbst Akzente im Angriffsspiel setzen“, hofft er mit dieser Taktik auf erfolgreiche Pfingsten. Zusätzlichen Mut macht dem Coach die bislang demonstrierte Heimstärke seiner Frauen. Niederlagen Fehlanzeige. Dafür gab es in elf Saisonspielen immerhin neun Siege und zwei Unentschieden. Zwar kann keiner die wahre Leistungsstärke der Landesliga Lüneburg so richtig einschätzen, verstecken muss sich der Vizemeister aus dem Bezirk Hannover aber gewiss nicht vor der Eintracht.

Gilt auch für den zweiten Relegationskontrahenten STV Holzland aus der Landesliga Braunschweig. Der wartet dann mit seiner Hauptdarstellerin Martina Müller (41 Saisontore) bereits am 7. Juni auf den HSC. Dort im Landkreis Helmstedt ist um 20 Uhr allerdings Spätschicht angesagt. Und die könnte dann schon hochinteressant werden. Denn meistern Sturm-Ass Hanna Kleindiek und Co. zunächst die Hürde Lüneburg, wäre diese Partie für Stamms Eleven quasi schon das Endspiel um den Oberliga-Aufstieg. Laut Modus steigt am Ende nur eine Mannschaft auf – und Lüneburg spielt erst danach noch gegen Holzland.

„Für uns ist die Teilnahme an der Relegation ein toller Saisonabschluss. Ich hoffe, dass unsere Mädels die beiden Partien auch genießen können“, orakelt Stamm. Fehlen wird ihm dabei allerdings Urlauberin Sabrina Paech.

Hanna Kleindiek Foto: nls
  • Hanna Kleindiek Foto: nls

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare